
Saarland startet Förderkonzept für Deutsch vor der Schule
n-tv
Mit gezielter und früher Sprachförderung will das Saarland Bildungsgerechtigkeit stärken. Die Ministerin stellte erste Pläne vor, wie sie betroffene Kinder schon vor dem Schulstart erreichen will.
Mit gezielter und früher Sprachförderung will das Saarland Bildungsgerechtigkeit stärken. Die Ministerin stellte erste Pläne vor, wie sie betroffene Kinder schon vor dem Schulstart erreichen will.
Saarbrücken (dpa/lrs) - Im Saarland können rund 30 Prozent der Kinder bei ihrer Einschulung noch nicht ausreichend Deutsch sprechen, in einigen Grundschulen sind es sogar mehr als die Hälfte der Jungen und Mädchen. "Ein Thema, das uns sehr große Sorgen bereitet", sagte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD). Die Situation betrachte sie als klaren Handlungsauftrag, betonte sie.
Um diesen Zustand zu ändern, stellte die Ministerin ihre Pläne für eine verpflichtende, landesweite Sprachstandsfeststellung ab vier Jahren vor.
Die Überprüfung soll knapp zwei Jahre vor Schuleintritt im Rahmen einer vorgezogenen Schulanmeldung stattfinden - alle Kinder eines Jahrgangs sollen daran teilnehmen, unabhängig davon, ob sie eine Kita besuchen oder nicht. Für den Test wird eine mit der Universität des Saarlandes entwickelte App eingesetzt, die spielerisch Wortschatz, Sprachverständnis, Satzbau und Erzählfähigkeit erfasst.
Kinder mit erheblichem Förderbedarf erhalten dann im letzten Kita-Jahr vier zusätzliche Wochenstunden gezielte Sprachförderung in kleinen Gruppen. Für Kinder ohne bisherigen Kitabesuch soll es ein Ersatzangebot mit 15 Stunden pro Woche geben, das mit Trägern der Jugendhilfe geschaffen wird - beispielsweise in einer Kita, einem Sozialraum oder einer Schule.













