
Russischer Raketenangriff nahe Holocaust-Gedenkstätte Babyn Jar
Die Welt
Russische Truppen haben erneut große Städte angegriffen. Auch ein Krankenhaus in Charkiw wurde attackiert. In Kiew wurden auch Randteile der Holocaust-Gedenkstätte Babyn Jar getroffen. Der Überblick.
Bei einem russischen Angriff in der Ukraine ist nach Informationen der Museumsleitung ein Gebäude in unmittelbarer Nähe der Holocaust-Gedenkstätte Babyn Jar beschädigt worden. Das betroffene Gebäude sei zu Zeiten der Sowjetunion als Sportzentrum gebaut worden und sollte jetzt Teil der Gedenkstätte werden, sagte Nathan Scharanski, Leiter des Aufsichtsrat der Gedenkstätte, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Es sei nun durch einen Brand beschädigt worden, das genaue Ausmaß sei aber noch unklar. Scharanski ist selbst nicht vor Ort.
Der russische Angriff in unmittelbarer Nähe von Babyn Jar sei sehr symbolisch, sagte Scharanski (ukrainisch: Scharanskyj). Es sei geplant gewesen, das nun getroffene Gebäude zu einem Museum als Teil des Babyn-Jar-Komplexes zu machen. Darin habe man Versuche der früheren Sowjetunion darstellen wollen, Holocaust-Gedenken zu unterdrücken. „Ein russischer Angriff in Babyn Jar, dem größten Massengrab des Holocaust, das hat große Symbolkraft.“

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