
Robotik? Börsengang eröffnet neue Möglichkeiten für Ottobock
n-tv
Im vergangenen Jahr hat der Prothesenhersteller ein Rekordergebnis verzeichnet. Mit dem Börsengang habe das aber kaum etwas zu tun - der könnte aber anderweitig Einfluss auf das Unternehmen haben.
Im vergangenen Jahr hat der Prothesenhersteller ein Rekordergebnis verzeichnet. Mit dem Börsengang habe das aber kaum etwas zu tun - der könnte aber anderweitig Einfluss auf das Unternehmen haben.
Duderstadt (dpa/lni) - Nach dem Börsengang lotet Prothesenhersteller Ottobock neue Geschäftsfelder aus. Die gesteigerte Aufmerksamkeit habe zu neuen Kontakten, etwa mit Unternehmen aus der Robotik-Branche geführt, sagte Vorstandschef Oliver Jakobi. Auch zu Universitätskliniken hätten sich neue Kontakte aufgetan, etwa für den Bereich der Mensch-Maschinen-Verbindungen. Das Unternehmen aus dem südniedersächsischen Duderstadt bei Göttingen ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Prothesen.
Auf das konkrete Unternehmensergebnis hatte der Börsengang laut Jakobi keine nennenswerten Auswirkungen. Nichtsdestotrotz waren die Zahlen gut. Ottobock sprach bei der Vorstellung der vorläufigen Jahreszahlen von einem Rekordergebnis und will auch 2026 weiter zulegen. Im Kerngeschäft mit etwa Prothesen oder Exoskeletten soll der Umsatz aus eigener Kraft um fünf bis acht Prozent zulegen; für die kommenden Jahre bestätigte Ottobock den Plan für ein durchschnittliches Wachstum zwischen 7 und 9 Prozent.
Die Prognose für 2026 liege damit bewusst hinter dem Wachstum 2025, unter anderem weil viele neue Produkte erst in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kämen und das abgelaufene Jahr besonders gut gewesen sei. Im vergangenen Jahr war der Umsatz im Kerngeschäft um 11,7 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro gewachsen. Im Vergleich zum Markt sei Ottobock stärker gewachsen und habe Marktanteile gewonnen.
Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg für den gesamten Konzern um 29 Prozent auf 420,7 Millionen Euro. Auch die Schulden hätten abgebaut werden können und lägen nun unter einer Milliarde Euro. Angaben zum Überschuss nach Steuern machte das Unternehmen nicht.













