
Reform? Fahrschulen im Saarland melden weniger Anmeldungen
n-tv
Die Reform der Führerscheinprüfung lässt viele Fahrschüler zögern. Warum sinkende Kosten trotz neuer Pläne aus Sicht der Fahrschulen nicht zu erwarten sind.
Die Reform der Führerscheinprüfung lässt viele Fahrschüler zögern. Warum sinkende Kosten trotz neuer Pläne aus Sicht der Fahrschulen nicht zu erwarten sind.
Völklingen (dpa/lrs) - Wird der Führerschein billiger? Nach der angekündigten Reform der Führerscheinprüfung melden mehrere Fahrschulen im Saarland bei den Anmeldezahlen einen Rückgang von gut 50 Prozent. Viele Schüler warteten momentan ab, weil die Pläne von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) eine Senkung der Preise suggerierten, sagte der Vorsitzende des saarländischen Fahrlehrerverbandes, Daniel Boßlet, in Völklingen.
Dabei sei nicht ansatzweise belegt, dass die Preise sinken würden. Die Kosten für die Fahrschulen seien in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen - etwa bei Lohn- und Lohnnebenkosten, Fahrzeugerwerb, Kraftstoffpreisen, Steuern und Abgaben, Mietkosten sowie Versicherungen, sagte er.
"So lange Fahrschulen hier nicht spürbar entlastet werden, ist es uns leider nicht möglich, unsere Leistung günstiger anzubieten. Und eine Reduzierung dieser Kosten ist leider auch durch die angedachte Reform nicht zu erwarten."
Der Fahrlehrerverband habe den Eindruck, dass der Rückgang der Anmeldezahlen in den Stadtgebieten deutlicher ausfalle als auf dem Land. Boßlet berichtete, dass er bereits von angestellten Fahrlehrern kontaktiert worden sei, denen aufgrund der Krise gekündigt worden sei.













