
Nur noch zwölf Stadtfahrten bis zum AfD-Sieg
n-tv
Es ist richtig, seine politischen Ziele konsequent zu verfolgen. Aber gibt es nicht auch so etwas wie Einsicht, wenn sich die Welt verändert? Gibt der Klügere nicht nach? Den Vogel schießt die Initiative "Volksentscheid Berlin autofrei" ab.
Es ist richtig, seine politischen Ziele konsequent zu verfolgen. Aber gibt es nicht auch so etwas wie Einsicht, wenn sich die Welt verändert? Gibt der Klügere nicht nach? Den Vogel schießt die Initiative "Volksentscheid Berlin autofrei" ab.
Genossinnen und Genossen, Sie wissen es längst: Ich liebe die Kunst. Und schöne Wörter. Renaissance zum Beispiel. Oder Schnuffelwuffel. Auch Moralapostel klingt prima. Orakel sowieso. Wohlfahrt auch. Und natürlich: Kuddelmuddel. Neulich kam ein weiteres Prachtstück hinzu: Zufallsmehrheiten. Herrlich. Zufallsmehrheiten. Zufallsmehrheiten. Zufallsmehrheiten. Ich könnte das Wort stundenlang vor mir her murmeln, so sensationell ist es.
Zu verdanken habe ich die Erweiterung meiner Sammlung der allerschönsten Wörter den Grünen im EU-Parlament. Sie werden sich wie ich gewundert haben, dass es nicht zu Massenprotesten kam, nachdem diese gemeinsam mit Rechtsextremisten das Mercosur-Abkommen gestoppt und die Brandmauer nun auch von links löchriger gemacht haben. Das hat mit Zufallsmehrheiten zu tun. Den Begriff dachte man sich aus, weil er so hübsch nach ungewolltem und unschuldigem Handeln klingt. Wenn Konservative mit der AfD und Konsorten stimmen, ist es pure Strategie, um das Tor zur Hölle aufzumachen. Tun es die Grünen, ist es purer Zufall, auch wenn die Rechten vorher angekündigt haben, gegen Mercosur zu votieren.
Der Regenwald! Klimaschutz! Sie wissen schon. Wichtig. Megawichtig. Da muss man einfach mal auf Trump, Vance und andere Europa-Verächter in der US-Regierung pfeifen. Die Brasilianer haben sowieso zu tun, was ihnen deutsche Weltretter sagen, wann sie in welcher Stückzahl Bäume fällen dürfen. Sie merken schon, ich bin mal wieder böse. Das hat seinen Grund. Ich verstehe nicht, warum das linke politische Lager alles - oder jedenfalls sehr viel - dafür gibt, dass ultrarechte Parteien weiter Zuspruch oder gar Auftrieb bekommen.
Dabei haben doch gerade Spitzenleute der Grünen endlich ein Einsehen. Ricarda Lang zum Beispiel, die, kaum dass sie den Vorsitz der Partei abgegeben hat, sagt, was sie wirklich denkt. Sie stellte fest, was seit Jahren jeder weiß: "Immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass ihr Alltag - die horrenden Preise an der Supermarktkasse, der Besuch bei der Schwiegermutter im Pflegeheim nach einem langen Arbeitstag - in den Parlamenten und Talkshows kaum eine Rolle spielt." Zum Verhältnis zwischen den Grünen und Normalos erklärte sie: "Wir haben in den letzten Jahren viel Vertrauen verloren, weil wir als zu weit weg wahrgenommen wurden und es teilweise auch waren."













