
Noch immer wollen Tausende ihre Stasi-Akten einsehen
n-tv
Die Akten der Staatssicherheit offenbaren Tausende Schicksale. Durch sie erfahren ehemalige DDR-Bürger, wie sie bespitzelt wurden. Auch nach Jahrzehnten deutscher Einheit gehen etliche Anträge auf Einsicht beim Bundesarchiv ein.
Auch 35 Jahre nach der Wiedervereinigung ist das Interesse an Stasi-Akten groß. Im ersten Halbjahr 2025 erreichten das Bundesarchiv, wo die Unterlagen lagern, 16.213 Anträge zur persönlichen Einsicht in Akten der DDR-Staatssicherheit, wie ein Sprecher des Bundesarchivs mitteilte.
Damit dürften die Zahlen mit denen der Vorjahre vergleichbar sein: Im Gesamtjahr 2024 erreichten das Bundesarchiv nach eignen Angaben 28.571 Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern, im Jahr zuvor waren es 30.969.
Das Interesse der Menschen an den Geschehnissen und der eigenen Familiengeschichte ist laut Bundesarchiv groß. Präsident Michael Hollmann erklärte: "Das Stasi-Unterlagen-Archiv und die weiteren DDR-Unterlagen im Bundesarchiv geben Zeugnis von der Unterdrückung von Menschen und der Missachtung von Presse- und Meinungsfreiheit in einer Diktatur, der SED-Diktatur."
