
Neue Ideen für das SEZ - Lässt sich der Abriss vermeiden?
n-tv
Mit dem ehemaligen SEZ steht ein Stück DDR-Baugeschichte auf der Kippe. Ein Abrissstopp bietet die Chance, noch einmal nachzudenken. Kann ein neues Konzept ein altes Dilemma beseitigen?
Mit dem ehemaligen SEZ steht ein Stück DDR-Baugeschichte auf der Kippe. Ein Abrissstopp bietet die Chance, noch einmal nachzudenken. Kann ein neues Konzept ein altes Dilemma beseitigen?
Berlin (dpa/bb) - Für den Berliner Senat ist seit langem beschlossene Sache: Das ehemalige Sport- und Erholungszentrums (SEZ) am Volkspark Friedrichshain kommt weg. Nach dem Abriss sollen dort Wohnungen gebaut werden. Aber gegen die Pläne gibt es erheblichen Protest - und die Stimmen, die sich zumindest für einen Teilerhalt aussprechen, werden lauter. Das neue Bündnis "SEZ-Quartier neu Denken" setzt sich genau dafür ein, hält es aber gleichzeitig für möglich, dort 500 Wohnungen zu bauen. Ist das der Durchbruch?
Bisher lief die Diskussion zum Teil auf die Frage hinaus: Wird das SEZ erhalten, oder stattdessen neue Wohnungen gebaut? Nun hat das Bündnis aus Fachleuten verschiedener Bereiche wie Architektur, Stadtplanung und Denkmalschutz, ein Konzept vorgelegt, das einen Kompromiss ermöglichen soll.
Es sieht eine Bebauung mit vier Hochhäusern vor - und gleichzeitig den Erhalt zentraler Teile des ehemaligen Sport- und Erholungszentrums, das in der DDR weit über Berlin hinaus bekannt war. Bei der zum Teil erbitterten Debatte um die Abrisspläne geht es auch darum, ob ein weiteres Stück DDR-Architektur in Berlin verschwinden soll - ähnlich wie der Palast der Republik am Boulevard Unter den Linden.
Der Abriss des SEZ sollte eigentlich Anfang März beginnen. Doch kurz zuvor stoppte das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg in der vergangenen Woche die Pläne mit Hinweis auf artenschutzrechtliche Bedenken. Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann (Grüne) warb im Bauausschuss des Landesparlaments nun dafür, die neuen Vorschläge ernstzunehmen - und nicht gleich abzuwehren. "Es ist eine Debatte, die sehr polarisierend geführt werden kann", warnte sie - "oder verbindend."













