
Nato beginnt neuen Arktis-Einsatz mit erhöhter Militärpräsenz
n-tv
Anfang des Jahres löst US-Präsident Trump bei den Nato-Partnern mit seinen Übernahmefantasien für Grönland Entsetzen aus. Die dänische Regierung spricht mittlerweile von einer besseren Lage. Grund dafür dürfte auch die Operation "Arctic Sentry" sein.
Anfang des Jahres löst US-Präsident Trump bei den Nato-Partnern mit seinen Übernahmefantasien für Grönland Entsetzen aus. Die dänische Regierung spricht mittlerweile von einer besseren Lage. Grund dafür dürfte auch die Operation "Arctic Sentry" sein.
Die Nato erhöht ihre Militärpräsenz in der Arktis, um zur weiteren Entschärfung des von US-Präsident Donald Trump angezettelten Grönland-Konflikts beizutragen. Wie Oberbefehlshaber Alexus G. Grynkewich ankündigte, hat die Allianz dazu ihren Einsatz namens "Arctic Sentry" (deutsch etwa: Wächter der Arktis) gestartet. Ziel sei es, eines der strategisch bedeutendsten und zugleich klimatisch herausforderndsten Gebiete abzusichern, erklärte der US-General.
Verbessert werden soll demnach die Überwachung der riesigen Eisinsel und die Abschreckung der Großmächte Russland und China. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hatte bereits im Januar signalisiert, dass Deutschland Kapazitäten stellen würde. Die Bundeswehr plant, sich mit Eurofightern sowie Transportflugzeugen vom Typ A400M zu beteiligen.
Die verstärkte Bündnispräsenz im hohen Norden war von Alliierten wie Großbritannien angeregt worden, um den Streit um Grönland zu entschärfen. In diesem hatte US-Präsident Trump zeitweise mit Strafzolldrohungen einen Verkauf der riesigen Insel an sein Land erzwingen wollen. Sein Vorgehen begründete er mit der Behauptung, dass das zu Dänemark gehörende Territorium sonst nicht vor Russland und China sicher sei. Grönland ist zu vier Fünfteln mit Eis bedeckt und sechsmal so groß wie Deutschland, hat aber nur knapp 57.000 Einwohner.
Zuletzt teilte Trump dann nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte beim Weltwirtschaftsforum in Davos mit, dass ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktis-Region entworfen worden sei. Dieser sieht unter anderem vor, die Sicherheit in der Arktis durch das gemeinsame Handeln der Alliierten zu gewährleisten, insbesondere durch das der sieben arktischen Alliierten USA, Kanada, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island.













