
Nach Protesten: Mehrfachkarte für Freibäder bleibt erhalten
n-tv
Die geplante Abschaffung der verbilligten 20er-Mehrfachkarte für Berliner Freibäder löste Proteste und Wut aus. Nun die Kehrtwende ein halbes Jahr vor der Wahl.
Die geplante Abschaffung der verbilligten 20er-Mehrfachkarte für Berliner Freibäder löste Proteste und Wut aus. Nun die Kehrtwende ein halbes Jahr vor der Wahl.
Berlin (dpa/bb) - Die Mehrfachkarte mit 20 verbilligten Eintritten in Berliner Freibäder wird nach zahlreichen Protesten und einer geplanten Demonstration nun doch nicht abgeschafft. Das kündigte Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) im Beteiligungsausschuss des Abgeordnetenhauses an, wie ein Sprecher der dpa sagte. Die "Berliner Morgenpost" hatte berichtet.
Spranger hatte am Donnerstag im Abgeordnetenhaus bereits gesagt: "Wir werden uns das im Aufsichtsrat noch mal sehr genau anschauen." Die Senatorin ist bei den landeseigenen Bäder-Betrieben Aufsichtsratsvorsitzende.
Die Grünen-Abgeordnete Antje Kapek berichtete am Donnerstag, sie habe selten zu einem Thema so viel Wut in der Bevölkerung zu spüren bekommen wie zu der Mehrfachkarte. Spranger zeigte Verständnis: "Die Wirtschaftlichkeit gerade für Menschen, die wenig Geld haben, ist nicht ganz nachzuweisen, das sehe ich genauso wie Sie."
Die Karte kostete zuletzt je nach Datum des Kaufs 70 oder 80 Euro. Ob auch die im September anstehende Wahl in Berlin ein Grund für das Umschwenken sei, wollte kein Sprecher kommentieren.













