
Mutmaßliche Linksextremisten kommen in Dresden vor Gericht
n-tv
Jahrelang wurde nach dem mutmaßlichen Kopf der linksextremistischen Gruppe um Lina E. gesucht, ehe der Mann in einem Zug gefasst wurde. Nun soll der Prozess gegen ihn und weitere Angeklagte beginnen.
Dresden (dpa/sn) - Wegen Mitgliedschaft oder Unterstützung einer linksextremistischen kriminellen Vereinigung kommen Anfang November sieben Angeklagte vor das Oberlandesgericht (OLG) in Dresden. Der 4. Strafsenat habe das Hauptverfahren eröffnet und den Prozessbeginn auf den 4. November terminiert, teilte das OLG mit. Für das Verfahren sind rund 70 Verhandlungstage bis Juli 2026 vorgesehen.
Die Bundesanwaltschaft hatte die sieben Beschuldigten, darunter eine Frau, aus dem Umfeld von Lina E. im Juni angeklagt - darunter den mutmaßlichen Anführer der Gruppe, Johann G. Die Karlsruher Behörde wirft sechs von ihnen die Mitgliedschaft und einem die Unterstützung einer linksextremistischen kriminellen Vereinigung vor. Neben Mitgliedschaft und Unterstützung einer kriminellen Vereinigung geht es in dem Prozess auch um versuchten Mord.
"Die auch überregional vernetzte Gruppierung soll über mehrere Jahre hinweg gewaltsame Angriffe gegen Personen verübt haben, die ihrer Ansicht nach aus der "rechten Szene" kamen", heißt es in der OLG-Mitteilung.
