
Land beschäftigt immer mehr Beamte - Kritik vom Rechnungshof
n-tv
Der Landesrechnungshof hat sich auch die Lagerung beschlagnahmter Drogen bei der Polizei angeschaut - und erstaunliche Entdeckungen gemacht.
Der Landesrechnungshof hat sich auch die Lagerung beschlagnahmter Drogen bei der Polizei angeschaut - und erstaunliche Entdeckungen gemacht.
Schwerin (dpa/mv) - Der Landesrechnungshof prüft regelmäßig den Umgang der Landesregierung mit dem Steuergeld. Die Deutsche Presse-Agentur stellt Ergebnisse aus dem Jahresbericht 2026 vor, der gerade veröffentlicht worden ist.
Beim Land Mecklenburg-Vorpommern arbeiten immer mehr Beamte. Inzwischen stehen mehr Beamte auf der Gehaltsliste als Tarifangestellte, kritisiert der Rechnungshof. Das Problem aus Sicht der Prüfbehörde: Bei Beamten bindet sich das Land auf Lebenszeit an die Mitarbeiter. "Je höher der Anteil an Beamten, desto weniger flexibel kann die Landesverwaltung auf den demografischen Wandel reagieren."
Dies gelte gerade bei Lehrkräften, bei denen der Bedarf an die Schülerzahlen gebunden sei - und die werden aller Voraussicht nach sinken, denn seit mehreren Jahren befinden sich die Geburtenzahlen in Mecklenburg-Vorpommern im Sinkflug. Das Land lockt junge Lehrer mit der Aussicht auf Verbeamtung, weil es im bundesweiten Wettbewerb um Nachwuchskräfte steht.
Dem Land drohen laut Rechnungshof wachsende Zahlungen ab den 2030er Jahren, wenn Beamte in größerer Zahl in den Ruhestand gehen. "Im Unterschied zu Arbeitnehmern alimentiert das Land Beamte bis ans Lebensende und zahlt darüber hinaus Leistungen für Angehörige." Dafür habe das Land zwar einen Vorsorgefonds eingerichtet - dieser sei aber nicht ausreichend finanziert und werde nur einen kleinen Teil der zukünftigen Lasten tragen können.

Wenn die schwarz-rote Regierung das Ruder noch einmal herumreißen will, bleibt nach Ansicht von CSU-Chef Söder nur ein kleines Zeitfenster: Angesichts der Wahlen im Herbst müssen mutige Schritte noch vor der Sommerpause gelingen. Beim Spitzensteuersatz zeichnet sich dabei schon der erste größere Dissens ab.












