
Röttgen: Der Iran ist gerade glaubwürdiger als Trump
n-tv
US-Präsident Trump sagt, er verhandele mit dem Iran - der aber widerspricht. CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen glaubt in dieser Frage eher dem Regime. Ein schnelles Kriegsende ohne Sturz der Mullahs sieht er allerdings kritisch.
US-Präsident Trump sagt, er verhandele mit dem Iran - der aber widerspricht. CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen glaubt in dieser Frage eher dem Regime. Ein schnelles Kriegsende ohne Sturz der Mullahs sieht er allerdings kritisch.
Nach dem aufgeschobenen Ultimatum von Donald Trump gegen den Iran kritisiert der CDU-Außenexperte Norbert Röttgen den US-Präsidenten. Auf die Frage, wem er mit Blick auf angebliche Verhandlungen zwischen USA und Iran glaube, sagte Röttgen im Frühstart von ntv: "Man muss man wahrscheinlich antworten, dass hier die iranische Seite über mehr Glaubwürdigkeit verfügt."
Trump hatte behauptet, es gebe gute Gespräche über ein Kriegsende, und hatte deshalb die angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke um fünf Tage verschoben. Der Iran aber dementierte, dass es Verhandlungen mit den USA gibt.
Hier zeige sich die Schwäche von Trumps Kriegsführung, so der Unionsfraktionsvize. Er spreche Drohungen aus und nehme sie dann mit einer Behauptung zurück, der die iranische Regierung auch noch widerspreche. "Also, es sieht nicht gut aus für die Rolle von Trump hier." Offenkundig gebe es kein strategisches Vorgehen der USA. "Das ist ein erratisches Verhalten, ein widersprüchliches Verhalten."
Ein baldiges Kriegsende ohne den Sturz des iranischen Regimes hält Röttgen nicht für wünschenswert. "Wenn man das einmal begonnen hat, dann ist es auch unbedingt wichtig, dass bestimmte Ziele erreicht werden." Das iranische Regime habe der Welt bewiesen, dass es sich den Schlüssel für die Straße von Hormus auch von den USA nicht wegnehmen lasse. Überlebe das Regime, und habe zudem weiterhin angereichertes Uran, gehe es sogar gestützt aus dem Krieg hervor, so der CDU-Außenexperte.

Wenn die schwarz-rote Regierung das Ruder noch einmal herumreißen will, bleibt nach Ansicht von CSU-Chef Söder nur ein kleines Zeitfenster: Angesichts der Wahlen im Herbst müssen mutige Schritte noch vor der Sommerpause gelingen. Beim Spitzensteuersatz zeichnet sich dabei schon der erste größere Dissens ab.












