
Ministerpräsident Schweitzer peilt keine Kommunalreform an
n-tv
Rheinland-Pfalz hat viel mehr Kommunen als etwa das wesentlich größere Nordrhein-Westfalen. Fusionen sind jedoch ein emotionales Thema. Der Ministerpräsident bevorzugt einen anderen Weg.
Mainz (dpa/lrs) - Der neue Ministerpräsident Alexander Schweitzer sieht keinen Bedarf für eine Kommunalreform in Rheinland-Pfalz. "Ich glaube, dass wir auf einem klugen Weg sind", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Es gehe darum, die Zusammenarbeit zwischen Kommunen zu intensivieren. "Da liegt noch viel Potenzial, das wir noch nicht gehoben haben", betonte Schweitzer.
Er sei froh, dass die Ampel-Koalition im Konsens mit den Fraktionen von CDU und Freien Wählern verabredet habe, interkommunale Zusammenarbeit auf eine neue Basis zu stellen. Innenminister Michael Ebling (SPD) habe mit den kommunalen Spitzenverbänden eine entsprechende Vereinbarung auf der Grundlage von Modellprojekten geschlossen.
Zuletzt hatte die Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Pia Schellhammer, eine Reform der kleinteiligen kommunalen Verwaltungsstrukturen in Rheinland-Pfalz gefordert. Der dpa sagte sie Mitte Juli, Amtsstuben müssten bürgerfreundlicher, digitaler und effizienter werden.

Wenn die schwarz-rote Regierung das Ruder noch einmal herumreißen will, bleibt nach Ansicht von CSU-Chef Söder nur ein kleines Zeitfenster: Angesichts der Wahlen im Herbst müssen mutige Schritte noch vor der Sommerpause gelingen. Beim Spitzensteuersatz zeichnet sich dabei schon der erste größere Dissens ab.












