
Merz warnt vor Ende der Freiheit "in Ära der Großmächte"
n-tv
Erstmals eröffnet der Bundeskanzler die Münchener Sicherheitskonferenz: Friedrich Merz erklärt die regelbasierte internationale Ordnung für beendet - und warnt vor den Folgen.
Erstmals eröffnet der Bundeskanzler die Münchener Sicherheitskonferenz: Friedrich Merz erklärt die regelbasierte internationale Ordnung für beendet - und warnt vor den Folgen.
Zur Eröffnung der Münchner Sicherheitskonferenz hat Bundeskanzler Friedrich Merz eindringlich vor einer Gefährdung der Freiheit in einer von Großmächten geprägten Welt gewarnt. "In der Ära der Großmächte ist unsere Freiheit nicht mehr einfach gegeben. Sie ist gefährdet", sagte Merz zum Auftakt der weltweit beachteten Konferenz, zu der Dutzende Staats- und Regierungschefs anreisen.
"Es wird Festigkeit und Willenskraft brauchen, diese Freiheit zu behaupten", fügte der Kanzler hinzu. "Das wird uns die Bereitschaft zu Aufbruch, Veränderung, und, ja, auch zu Opfern abverlangen. Und zwar nicht eines Tages, sondern jetzt."
Die regelbasierte internationale Ordnung, "so unvollkommen sie selbst zu ihren besten Zeiten war, gibt es so nicht mehr", betonte Merz. "Wir haben die Schwelle in eine Zeit überschritten, die einmal mehr offen von Macht und Großmachtpolitik geprägt ist", sagte der Kanzler. "Russlands gewalttätiger Revisionismus, sein brutaler Krieg gegen die Ukraine, ist nur ihr grellster Ausdruck."
China erhebe einen globalen Gestaltungsanspruch. In absehbarer Zeit könnte Peking den Vereinigten Staaten militärisch auf Augenhöhe begegnen. Peking deute die internationale Ordnung "in seinem Sinn neu". Der Führungsanspruch der USA sei "angefochten, vielleicht verspielt", sagte Merz. Höchste Priorität habe es nun "Europa innerhalb der Nato zu stärken". Ziel müsse es sein, "unsere Abhängigkeit und unsere Verletzbarkeit" zu vermindern. "Wir investieren massiv in glaubhafte Abschreckung", sagte der Kanzler.













