
Merz sendet Trump eisige Botschaften aus der Arktis
n-tv
Je länger der Iran-Krieg dauert, desto offener kritisiert Kanzler Merz die USA. Doch auch an anderer Front läuft es mit Washington unerfreulich: Bei einem Besuch in Norwegen zeigt er sich verärgert über eine US-Entscheidung, die Russland zugutekommt.
Je länger der Iran-Krieg dauert, desto offener kritisiert Kanzler Merz die USA. Doch auch an anderer Front läuft es mit Washington unerfreulich: Bei einem Besuch in Norwegen zeigt er sich verärgert über eine US-Entscheidung, die Russland zugutekommt.
Bundeskanzler Friedrich Merz verschärft den Ton gegenüber US-Präsident Donald Trump und seiner Regierung im Zusammenhang mit den Kriegen gegen den Iran und in der Ukraine. Bei seinem Besuch in der norwegischen Arktis kritisierte er deutlich die befristete US-Erlaubnis für den Kauf russischen Öls.
"Jetzt Sanktionen zu lockern, aus welchen Gründen auch immer, das halten wir für falsch", sagte der CDU-Chef bei einer Pressekonferenz mit Ministerpräsident Jonas Gahr Støre auf der Insel Andoya. Merz warf Trump vor, die USA damit in der G7-Gruppe führender westlicher Wirtschaftsmächte isoliert zu haben und bemängelte das Fehlen einer Strategie zur Beendigung des Krieges.
Am Nachmittag reiste Merz mit Støre weiter nach Bardufoss, wo sie sich zusammen mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney ein Bild von dem Militärmanöver "Cold Response" von 14 Nato-Staaten in Norwegen und Finnland machten. Merz kam in einer Flecktarnjacke der Bundeswehr auf das zum großen Teil vereiste Übungsgelände. Aus deutscher Sicht ist auch diese Übung, an der 1600 Bundeswehrsoldaten teilnehmen, ein Signal an Trump in dem weiter schwelenden Streit über Grönland. Der US-Präsident hatte seine Ansprüche auf die zu Dänemark gehörende Insel mit Sicherheitsdefiziten begründet. Die Europäer halten das für vorgeschoben, wollen nun trotzdem mehr Präsenz in der Arktis zeigen.
Das Manöver dient aber auch der Abschreckung Russlands, das an das neue Nato-Mitglied Finnland grenzt. Auf dem Übungsplatz stellten sich Merz, Støre und Carney vor der Kulisse eines Kampfpanzers gemeinsam gegen die US-Entscheidung, Sanktionen gegen Russland zu lockern. "Es muss mehr Druck auf Russland geben, um diesen inakzeptablen Krieg zu stoppen", sagte Støre.













