
Mehr verletzte Polizisten trotz weniger Angriffen
n-tv
Erstmals seit Jahren hat die Gewalt gegen Einsatzkräfte im Norden wieder abgenommen. Es wurden dennoch mehr Polizisten verletzt. Und noch eine Entwicklung war 2025 auffällig.
Erstmals seit Jahren hat die Gewalt gegen Einsatzkräfte im Norden wieder abgenommen. Es wurden dennoch mehr Polizisten verletzt. Und noch eine Entwicklung war 2025 auffällig.
Kiel (dpa/lno) - Die Zahl der Gewaltdelikte gegen Polizistinnen und Polizisten ist in Schleswig-Holstein 2025 zwar leicht rückläufig gewesen, verharrt aber auf hohem Niveau.
Die Polizei registrierte 1.441 Widerstandshandlungen und tätliche Angriffe gegen Einsatzkräfte (2024: 1.515), wie aus einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP hervorgeht. Darunter waren 685 (2024: 742) Widerstandshandlungen und 756 (773) tätliche Angriffe. Hinzu kamen im vergangenen Jahr 17 gefährliche und 2 einfache Körperverletzungen. Diese können nach Angaben der Landesregierung auch außerhalb von Diensthandlungen aufgrund der beruflichen Zuschreibung der Opfer geschehen sein. Die meisten Fälle wurden in Lübeck (219) registriert. Dahinter folgten Kiel (180), die Kreise Pinneberg (176) und Segeberg (107) sowie Neumünster (104).
"Die Zahl der Angriffe gegen Einsatzkräfte ist nach wie vor erschreckend hoch", sagte FDP-Landtagsfraktionschef Christopher Vogt dpa. Die Zahl der Angriffe sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. "Diese Entwicklung ist völlig inakzeptabel." Zum Vergleich: Laut Antwort der Regierung auf eine frühere Kleine Anfrage der Fraktion gab es 2015 im Land 1.082 Gewaltdelikte gegen Beamte.
Im vergangenen Jahr ereigneten sich 77 der benannten Delikte den Angaben des Innenministeriums im Zusammenhang mit Veranstaltungen. Bei 269 Delikten war der Tatort in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus oder eine Wohnung.













