
Mehr Geld für Krankenhäuser - Bedarf ist groß
n-tv
Rheinland-Pfalz gibt Kliniken mehr Geld für Investitionen und hofft auf positive Entscheidungen aus Berlin. Die Krankenhausgesellschaft hat Wünsche für die Zukunft - und nicht nur die.
Rheinland-Pfalz gibt Kliniken mehr Geld für Investitionen und hofft auf positive Entscheidungen aus Berlin. Die Krankenhausgesellschaft hat Wünsche für die Zukunft - und nicht nur die.
Mainz (dpa/lrs) - In die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz fließen in diesem Jahr Millionenbeträge. Das Land Rheinland-Pfalz wird 2026 Förderungen für Investitionen mit einem Volumen von insgesamt 148,5 Millionen Euro geben, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte - und damit drei Millionen mehr als im Vorjahr. Weiteres Geld soll aus dem Sondervermögen in Kliniken fließen und aus einem Fonds, für den auf Bundesebene noch nicht alle Details festgezurrt sind.
Die Krankenhausgesellschaft fordert künftig aber noch mehr Geld und verweist auf die Notwendigkeit der Krisenvorsorge. "Die Menschen in Rheinland-Pfalz erwarten, dass das Land seiner Verantwortung für gute bauliche Strukturen für die Behandlung der Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern nachkommt", mahnte Andreas Wermter, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz und verwies auf die schwierige Finanzlage vieler Häuser.
Mehr als 60 Prozent der Kliniken im Land seien seit Jahren defizitär, sagte Wermter. Die Eigenbeteiligung der Krankenhäuser an den Investitionskosten von derzeit mindestens zehn Prozent sei ein wesentlicher Hemmschuh für notwendige Modernisierungsmaßnahmen. Sie müsse sofort entfallen. Wermter lobte, dass das Land in diesem Jahr mehr Geld gebe, dieser Weg der Steigerungen müsse nun aber weiter beschritten werden.
Der Verband der Ersatzkassen (vdek) sieht nach wie vor eine auskömmliche Finanzierung der Krankenhausinvestitionen nicht erreicht. "Die aktuell ohnehin angespannte finanzielle Situation an einigen Krankenhausstandorten in Rheinland-Pfalz dürfte dies weiter verschärfen", hieß es von dem Verband. Weil die Investitionsförderung hinter dem Bedarf zurückbleibe, seien Krankenhäuser weiter gezwungen, mit Geld aus der Betriebskostenfinanzierung der gesetzlichen Krankenkassen Investitionskosten zu subventionieren. Das sei mit Blick auf Behandlungsqualität und Patientensicherheit sehr problematisch.













