
Macron will wieder mit Putin sprechen
n-tv
Der französische Präsident Macron spricht sich für einen neuen Dialog mit Russland aus. Kremlsprecher Peskow bestätigt erste Kontakte. Die EU-Außenbeauftragte Kallas klingt deutlich zurückhaltender als Macron.
Der französische Präsident Macron spricht sich für einen neuen Dialog mit Russland aus. Kremlsprecher Peskow bestätigt erste Kontakte. Die EU-Außenbeauftragte Kallas klingt deutlich zurückhaltender als Macron.
Europa muss auf der Suche nach einer Friedenslösung im Ukraine-Krieg nach Überzeugung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wieder direkt mit Kremlchef Wladimir Putin sprechen. Die Diskussionen mit Russland könne Europa nicht an die Amerikaner delegieren, sagte Macron im Interview mehrerer europäischer Zeitungen, darunter die "Süddeutsche Zeitung" und "Le Monde".
"Es muss möglich sein, den Dialog mit Russland wieder aufzunehmen. Warum? Weil an dem Tag, an dem wir Frieden haben, dieser Frieden auch Europa betreffen wird", sagte Macron. "Wir haben die Diskussionskanäle auf einer technischen Ebene wiederhergestellt." Nötig sei ein gut organisierter europäischer Ansatz. Es dürfe nicht zu viele Gesprächspartner geben, sagte Macron auf die Frage, ob er es sei, der mit Putin reden wolle.
Russland ist nach Kremlangaben bereit zur Wiederaufnahme des Dialogs mit Frankreich auf Ebene der Präsidenten. "Es gab Kontakte, das können wir bestätigen, die bei Bedarf und auf Wunsch dazu beitragen werden, den Dialog auf höchster Ebene recht zügig wieder aufzunehmen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. "Wir sagen schon lange, dass es unlogisch, kontraproduktiv und für alle Seiten schädlich ist, unsere Beziehungen auf den Nullpunkt zu reduzieren", betonte der Kremlsprecher.
Zu Macrons Bereitschaft für direkte Gespräche der Europäer mit Kremlchef Wladimir Putin sagte Peskow: "Das imponiert uns." Putin erklärt immer wieder, dass nicht Russland die Kontakte abgebrochen habe, sondern die EU-Staaten. Macrons außenpolitischer Berater Emmanuel Bonne war unlängst nach Moskau gereist. Nach Darstellung von Kanzler Friedrich Merz war das Vorgehen so abgestimmt.













