
Live-Videos aus der Luft: Drohnen als Vorhut der Feuerwehr
n-tv
Sekunden zählen: Münchens Feuerwehr schickt jetzt Drohnen los – sie sind oft schneller als Menschen am Einsatzort. Was die Fluggeräte an Informationen liefern _ und wie sie beim Einsatz helfen.
Sekunden zählen: Münchens Feuerwehr schickt jetzt Drohnen los – sie sind oft schneller als Menschen am Einsatzort. Was die Fluggeräte an Informationen liefern _ und wie sie beim Einsatz helfen.
München (dpa/lby) - Alarm bei der Feuerwehr: Ein Kind soll in einen zugefrorenen See eingebrochen sein. Schneller als die Einsatzkräfte ist eine Drohne vor Ort. Die Luftbilder zeigen sofort: Es ist keine Einbruchstelle zu sehen, niemand kam zu Schaden – Entwarnung. Mit Drohnen verschafft sich die Feuerwehr München seit Anfang Dezember einen schnellen Überblick über Einsatzorte wie Unfälle und Brände.
Die automatisiert startenden Fluggeräte sollen neben hochauflösenden Fotos und Live-Videos auch Thermobilder liefern. Bereits 33 Sekunden nach der Alarmierung seien die Drohnen unterwegs und deshalb häufig schon vor den Einsatzkräften an der Einsatzstelle.
"Unser erstes Zwischenfazit nach zwei Monaten Testbetrieb ist sehr positiv", sagt Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble, Leiter der Feuerwehr München. "Mit den automatisierten Drohnen erhalten wir schon auf der Anfahrt ein deutlich besseres Lagebild." Alle Einsätze hätten reibungslos funktioniert.
Die zwei Drohnen seien seit Beginn des Projektes mehr als zwanzigmal im Einsatz gewesen, teilte die Feuerwehr mit. Die Drohnen konnten demnach bei der ersten Lageeinschätzung wichtige Hinweise liefern, die kaum erhältlich gewesen wären, ohne dass sich Einsatzkräfte in Gefahr bringen.













