
Linke will "Sicher-Wohnen-Gesetz" gegen steigende Mieten
n-tv
Aus Sicht der Berliner Linke-Abgeordneten muss in Berlin angesichts von hohen Mieten und Wohnungsmangel noch einiges passieren. Aber auch soziale Isolation und Einsamkeit sehen sie als Problem.
Aus Sicht der Berliner Linke-Abgeordneten muss in Berlin angesichts von hohen Mieten und Wohnungsmangel noch einiges passieren. Aber auch soziale Isolation und Einsamkeit sehen sie als Problem.
Rostock/Berlin (dpa/bb) - Wohnungsnot, soziale Isolation und Einsamkeit sind aus Sicht der Linke-Fraktion Probleme, für die der schwarz-rote Senat bisher keine passenden Antworten gefunden hat. Um der zunehmenden Einsamkeit in Großstädten wie Berlin zu begegnen, sei es dringend notwendig, soziale Infrastruktur zu stärken und mehr Räume zu schaffen, in denen Menschen sich ohne Konsumzwang begegnen könnten.
Für Stadtteil- und Familienzentren, Jugendklubs und Mehrgenerationenhäuser müsse eine verlässliche und dauerhafte Finanzierung sichergestellt werden, lautet eine Schlussfolgerung aus den Beratungen zu dem Thema bei der Klausurtagung der Linke-Abgeordneten in Rostock.
Gleichzeitig fordert die Linke, Schulen, Bibliotheken oder Rathäuser stärker für nachbarschaftliche Aktivitäten zu öffnen. Die Fraktion macht sich außerdem für sogenannte Kiezkantinen in allen Berliner Bezirken stark, die als Begegnungsstätten dienen können und in denen Menschen mit wenig Geld eine preiswerte Mahlzeit bekommen sollen.
Den in den vergangenen Jahren erheblich gestiegenen Mieten will die Linke-Fraktion mit einem "Sicher-Wohnen-Gesetz" den Riegel vorschieben. Damit sollen alle größeren Vermieter in Berlin dazu verpflichtet werden, einen festen Anteil der neu zu vermietenden Wohnungen an Wohnungssuchende zu vergeben, die über einen Wohnberechtigungsschein (WBS) verfügen.













