
Leichenspürhunde weiter auf Suche nach vermisstem Studenten
n-tv
Neue Suche im Wald, modernste Technik, alte Spuren: Die Cold Case Unit rollt einen rätselhaften Vermisstenfall neu auf – Suchhunde zeigen Interesse.
Neue Suche im Wald, modernste Technik, alte Spuren: Die Cold Case Unit rollt einen rätselhaften Vermisstenfall neu auf – Suchhunde zeigen Interesse.
Neumünster (dpa/lno) - Mit sechs Leichenspürhunden sucht die Polizei seit Mittwoch nach einem seit elf Jahren vermissten Studenten in einem Waldgebiet nördlich von Neumünster. Die Hunde hätten dabei auch erste Bohrlöcher in einem rund 150 Quadratmeter abgesucht, wie eine Sprecherin des Landeskriminalamtes sagte. "Dabei zeigten sie Interesse an einigen Punkten, die nun näher untersucht werden sollen." Die Suche soll am Donnerstag weitergehen.
Das Suchareal kann den Angaben zufolge auch noch ausgeweitet werden. Am Dienstag hatten Einsatzkräfte den Bereich im Wald von Laub und Schnee befreit. An der Suchaktion sind rund 30 Einsatzkräfte beteiligt, darunter auch Kräfte des Technischen Zugs der Einsatzhundertschaft Eutin, des Kampfmittelräumdienstes sowie Diensthundeführer.
Die Abteilung für ungeklärte Fälle des Landeskriminalamts (Cold Case Unit) hat die Ermittlungen zum Verschwinden eines damals 28 Jahre alten Maschinenbau-Studenten aus Neumünster im Dezember 2014 aufgenommen. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Die Leiche wurde bisher nicht gefunden.
Die Ermittler hätten bei ihrer Arbeit auch damals gesicherte Spuren untersuchen lassen, sagte Oberstaatsanwalt Michael Bimler der Deutschen Presse-Agentur. "Darunter sind auch Bodenspuren, die aus dem Wattenbeker Gehege stammen könnten." Am Dienstag hatten Einsatzkräfte das Areal in dem Waldstück von Schnee und Eis befreit, sowie Löcher in den Boden gebohrt. Das Gehege liegt zwischen Neumünster und Bordesholm. Das gesamte Waldgebiet ist für die Dauer der Suche abgesperrt und für Spaziergänger nicht passierbar.













