
Kuba schwört Bevölkerung ein - und stellt Trump Bedingungen
n-tv
Seit fast sieben Jahrzehnten sind die Kommunisten in Kuba an der Macht. Lange wurden sie von Venezuela gestützt. Das ist vorbei, Caracas hört nun auf Washington. Die USA wollen in Havanna eine Zeitenwende erzwingen. Wie könnte die aussehen?
Seit fast sieben Jahrzehnten sind die Kommunisten in Kuba an der Macht. Lange wurden sie von Venezuela gestützt. Das ist vorbei, Caracas hört nun auf Washington. Die USA wollen in Havanna eine Zeitenwende erzwingen. Wie könnte die aussehen?
Um 2 Uhr morgens schlägt am 3. Januar erst die Air Force in Venezuela zu, schaltet Luftabwehr und Kommunikation aus, verursacht einen Stromausfall in der Hauptstadt Caracas. Per Hubschrauber fliegen rund 200 Spezialkräfte in der Dunkelheit heran und dringen in den Sicherheitsbereich von Präsident Nicolás Maduro ein. Der wird von kubanischen Sicherheitsleuten beschützt. Die US-Soldaten töten 32 von ihnen, nehmen Maduro sowie seine Frau fest und fliegen sie sofort aus.
Am Tag der Entführung droht US-Außenminister Marco Rubio in Richtung Kuba: "Wenn ich in der Regierung in Havanna säße, wäre ich besorgt." Zwei Tage später sagt Präsident Donald Trump: "Kuba ist vor dem Fall." Sie hätten ohne das venezolanische Öl keine Einnahmen mehr. Der Ton aus Washington hat sich weiter verschärft. Das Weiße Haus erklärte Kuba zur Gefahr für die Nationale Sicherheit und droht anderen Ländern mit Zöllen, sollten sie mit Havanna weiter Handel treiben. Das Zwischenziel des Weißen Hauses sei, "das kommunistische Regime bis Ende des Jahres von der Macht zu verdrängen", schrieb das "Wall Street Journal". Wie wahrscheinlich ist das?
Einen Monat nach diesem geopolitischen Erdbeben in der Karibik stellt sich Miguel Díaz-Canel erstmals vor die Fernsehkameras und sorgfältig ausgewählte Journalisten. In Schwarz gekleidet spricht Kubas Präsident am Donnerstag zwei Stunden lang über die Beziehungen zu den USA und dem bislang verbündeten Venezuela ohne Nicolás Maduro an der Macht. Díaz-Canel poltert zwar, spricht von einem "psychologischen Krieg" gegen Kuba und "kriminellem Verhalten" der USA, welche sie den Staat von der Ölversorgung abgeschnitten habe.
Doch im Angesicht drohender Treibstoffknappheit ist "Kuba bereit für einen Dialog mit den Vereinigten Staaten", so der Staatschef der Kommunistischen Partei. Allerdings "ohne Vorbedingungen, auf Augenhöhe, respektvoll für unsere Souveränität und Selbstbestimmung". Es gebe viele Bereiche, in denen man als "zivilisierte Nachbarn" zusammenarbeiten könne, die "Vorteile für beide Bevölkerungen" bringen könnten. Ob sie diese Position durchhalten können, ist angesichts der Probleme in Kuba fraglich.













