
Kritik an Reiter wegen FC-Bayern-Job
n-tv
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat einen Top-Job beim FC Bayern übernommen. Aber darf er das überhaupt?
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat einen Top-Job beim FC Bayern übernommen. Aber darf er das überhaupt?
München (dpa/lby) - Nach Kritik an seinem neuen Posten beim FC Bayern hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) eine rechtliche Prüfung angekündigt. Er habe die Abteilung beauftragt, "die tatsächlichen und rechtlichen Gegebenheiten zu klären", sagte seine Sprecherin. Dies müsse "wegen gegebenenfalls dienstrechtlichen Sondervorschriften im Benehmen mit der FCB AG erfolgen". Reiter war Anfang Februar Verwaltungsbeiratsvorsitzender beim FC Bayern geworden und damit auch in den Aufsichtsrat eingezogen.
Reiters Sprecherin sagte: "Der Oberbürgermeister wird den Stadtrat vor der nächsten terminierten Aufsichtsratssitzung im Mai damit befassen." Nach einem Dringlichkeitsantrag der Linken-Fraktion soll Reiters Tätigkeit für den börsennotierten Verein schon an diesem Mittwoch Thema im Stadtrat werden.
Denn Kritik gab es auch aus anderen Parteien. "Der FC Bayern ist ein weltweit agierender Konzern mit erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung und vielfältigen Schnittstellen zur Stadt München, etwa beim Thema Verkehr, Sicherheit, Infrastruktur oder Großveranstaltungen", hieß es beispielsweise aus der ÖDP. "Die Nähe zwischen Stadtspitze und Vereinsführung ist offenkundig" - auch wenn Reiter betont habe, das Amt bei den Bayern als Privatperson übernommen zu haben.
Der FC Bayern hatte Anfang Februar mitgeteilt, dass Reiter Nachfolger von Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber an der Spitze des Verwaltungsbeirates und damit auch im Aufsichtsrat wird. Nach Vereinsangaben ist der Münchner OB bereits seit 2017 Mitglied des Verwaltungsbeirates.













