Krise im deutschen Biathlon: Das sind die Gründe
ZDF
Mit einmal Bronze haben die deutschen Biathleten historisch schlechte Spiele erlebt. Der scheidende Sportdirektor weiß den Ausweg aus der Krise.
Mit einmal Bronze haben die deutschen Biathleten historisch schlechte Winterspiele erlebt. Der scheidende Sportdirektor Felix Bitterling sagt, wie man aus der Krise herauskommt. Zum Finale ihrer schlechtesten Olympischen Winterspiele seit 50 Jahren gab es bei den deutschen Biathleten noch einmal strahlende Gesichter. Der Großteil des Teams hatte sich mit großen Herzen auf Plakaten und einer goldenen Krone im Zielraum von Antholz versammelt, um "Danke Franzi" zu sagen. Weltmeisterin Franziska Preuß wurde nach dem letzten Rennen ihrer großen Karriere mit vielen Umarmungen und ein paar Tränen verabschiedet. Mit Platz 28 und sieben Schießfehlern im Massenstart hatte Preuß auch ihre letzte Chance auf die ersehnte olympische Einzelmedaille verpasst. Auch Vanessa Voigt entging die fast sichere Medaille mit einem Fehler im letzten Schuss. Das passte zum unglücklichen Olympia-Auftritt der deutschen Biathleten. "Franzi hatte eine tolle Karriere, auch wenn es kein Happy End gab. Es gehört dazu, dass man so einer verdienten Athletin einen gebührenden Abschied bereitet", erklärte Sportdirektor Felix Bitterling und fügte hinzu: Nur einmal Bronze gleich vom Olympia-Auftakt im Mixed steht am Ende im Medaillenspiegel. So schlecht waren deutsche Biathleten letztmals bei den Olympischen Winterspielen vor 50 Jahren in Innsbruck, als die DDR-Staffel Bronze gewann. Allerdings gab es damals nur zwei Entscheidungen, diesmal in Italien derer elf. Seit 1980 hatten die schwarz-rot-goldenen Skijäger bei Olympia zumindest immer zwei Medaillen und davon eine goldene gewonnen. Dennoch schränkte Bitterling ein: "Das war eine Meisterschaft, wo Dinge nicht zusammengepasst haben und es uns nicht gelungen ist, nahe an 100 Prozent zu performen."













