
Konzert fast nur für die Ohren - "Hamburg Musik im Dunkeln"
n-tv
Für viele werden Konzerte erst durch die großen Video-Leinwände und Lichtshows zu echten Erlebnissen. Wie ist das aber, wenn man die Musik nur hört und fast nichts sieht? Das wird nun ausprobiert.
Für viele werden Konzerte erst durch die großen Video-Leinwände und Lichtshows zu echten Erlebnissen. Wie ist das aber, wenn man die Musik nur hört und fast nichts sieht? Das wird nun ausprobiert.
Hamburg (dpa/lno) - Wie fühlt sich ein Live-Konzert von Anna Depenbusch, Sebastian Krumbiegel, Enno Bunger, Lotto King Karl, Miss Allie oder Rolf Zuckowski an, wenn es dabei fast komplett dunkel ist? Etwa 1.600 Gäste können das am Montagabend in der Hamburger Laeiszhalle erleben. Dort findet das Konzert "Hamburg Musik im Dunkeln" statt. Der Abend, dessen gesamte Einnahmen zugunsten des Dialoghauses Hamburg gehen, soll das Hören in den Mittelpunkt stellen - das Haus wird entsprechend abgedunkelt.
"Auf einer Skala von 1 bis 10 erreichen wir einen Wert von 9. Es ist deutlich dunkler als man es sonst von Laeiszhalle kennt. Aber man muss sich auch nicht tastend durch das Konzerthaus bewegen", sagt Kai Müller von Elbe Entertainment. Er ist verantwortlich für die Umsetzung des Konzerts. "Es wird also schön dunkel - und ein bisschen mystisch", verspricht Müller weiter. So können sich die Gäste voll und ganz aufs Hören konzentrieren - ohne ablenkende Bildschirme, Lichtshows oder Konfettiregen.
Entertainment-Profi Müller kennt das schon aus anderen Shows und aus einem Besuch im Dialoghaus, wo man komplett im Dunkeln Alltagssituationen erleben oder sogar einen Restaurantbesuch im Dunkeln erleben kann. "Es ist beeindruckend, wie sehr man sich auf seine übrigen Sinne verlässt, wenn die anderen nicht da sind."
Und so soll auch am Montag vor allem die Musik wirken. Die Töne, die Stimme - ohne große Ablenkung. Auch die Künstlerinnen und Künstler selbst kommen "mit kleinem Besteck". Ihr Auftritt wird reduziert auf ihre Stimme und ein Instrument.













