
Kommunale Spitzenämter – mehr als nur Hände schütteln
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Repräsentieren, eine Verwaltung führen - und so ganz nebenbei auch noch Experte für Kliniken, Stadtbusse, Friedhöfe und Tourismus sein? Die Jobbeschreibung für Oberbürgermeister und Landrätinnen.
Repräsentieren, eine Verwaltung führen - und so ganz nebenbei auch noch Experte für Kliniken, Stadtbusse, Friedhöfe und Tourismus sein? Die Jobbeschreibung für Oberbürgermeister und Landrätinnen.
Bayreuth/München (dpa/lby) - Berühmt über die Stadtgrenzen hinaus ist Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) vor allem deshalb, weil er jedes Jahr das weltbekannte Oktoberfest eröffnet. Und Thomas Ebersberger (CSU), Stadtoberhaupt von Bayreuth, genießt Bekanntheit auch außerhalb seiner Stadt, weil er bei den Richard-Wagner-Festspielen allerlei Prominenz die Hand schüttelt und zahlreiche Kameras dabei sind.
Doch derlei lockere Präsentationsaufgaben sind nur ein kleiner Ausschnitt aus den Aufgaben und Posten, die Oberbürgermeister, Oberbürgermeisterinnen und Landräte in Bayern haben. Am 8. März werden in den meisten Städten und Kreisen des Freistaats neue kommunale Mandatsträger gewählt. Welcher Job erwartet die Kandidatinnen und Kandidaten, sollten sie gewinnen?
"Insgesamt muss man darauf achten, dass es auf kommunaler Ebene nicht nur um Parteipolitik geht. Auf dieser Ebene als Bürgermeister, Oberbürgermeister, Landrat und sogar in den Räten sind das auch immer Verwaltungspositionen", sagt Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing. "Das sind Verwaltungsfachleute oder werden zu Verwaltungsfachleuten, wenn sie eine gewisse Zeit im Amt sind."
Und genau das mache die Kommunen so attraktiv – und die Positionen dort so wichtig und so anspruchsvoll. "Wer in der Kommunalpolitik ein Mandat hat, wird konfrontiert mit kommunalen Anliegen, aber auch mit Landesaufgaben, mit Bundesaufgaben, sogar mit Europaaufgaben", betont Münch.













