
Kasachstan liefert vermehrt politisch Verfolgte an Moskau aus
Frankfurter Rundschau
Kasachstan gibt dem Druck Russlands nach und liefert Dissidenten aus. Menschenrechtler warnen vor gefälschten Protokollen und Folter.
Anfang Februar erwischte es Alexander Katschkurkin. Der in Almaty lebende Krim-Ukrainer mit russischem Zweitpass landete wegen mutmaßlicher Ordnungsverstöße in Abschiebehaft: Der Programmierer soll eine Straße an nicht genehmigter Stelle überquert und eine Wasserpfeife in einem Gebäude geraucht haben. Laut der russischen Rechtsschutzgruppe Perwyj Otdel waren Protokolle beider Vorfälle gefälscht, Katschkurkin wurde aber trotzdem nur ein paar Tage nach Ausstellung der Strafzettel in ein Flugzeug nach Moskau gesetzt. Bei seiner Landung dort wurde er sofort festgenommen, ihm drohen zwölf Jahre bis lebenslänglich Gefängnis wegen Landesverrats: Er hatte Geld in die Ukraine überwiesen.













