
Kampfmittelräumdienst schildert Details der Bombenentschärfung in Darmstadt
Frankfurter Rundschau
In Darmstadt ist in der Nähe des Nordbahnhofs und direkt neben dem Werksgelände der Firma Merck eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg vom Kampfmittelräumdienst geborgen worden.
Zwei Mal hat die Leitstelle der Stadt Darmstadt am vergangenen Wochenende mit flächendeckenden Alarmmeldungen an die Mobiltelefone die Bevölkerung der Stadt aufgeschreckt. Die erste „Gefahreninformation“ ploppte am Samstagnachmittag mit einem lauten Schrillen auf den Displays auf. Sie wies die Bevölkerung auf eine Sperrung des Darmstädter Nordbahnhofs und eine von der Stadt angeordnete Evakuierung hin, weil eine mutmaßliche Bombenfundstelle nordwestlich des Nordbahnhofs inspiziert werden musste. Und die Vermutung bestätigte sich am Sonntagvormittag. Denn nachdem der Bereich um die Fundstelle mit einem Radius von 500 Meter geräumt worden war, stellte das Team um Alexander Majunke, dem Leiter des beim Regierungspräsidium Darmstadt angesiedelten Kampfmittelräumdiensts, schnell fest, dass es sich bei dem verdächtigen Fundobjekt um eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe handelt. Sie war am 5. Januar entdeckt worden, weil die Deutsche Bahn Ende Februar die Bahngleise zwischen dem Darmstädter Nordbahnhof und der Einmündung in die Trasse der Main-Neckar-Bahn in der Nähe der S-Bahn-Station Arheilgen erneuern will. Die zweite Meldung ploppte dann am Sonntagvormittag um 11.29 Uhr auf den Mobiltelefonen auf und signalisierte den Darmstädter Bürgerinnen und Bürgern, dass die Bombe entschärft worden sei. Die Absperrungen konnten bis auf einen schmalen Weg, der zwischen dem Merck-Gelände und den Bahngleisen verläuft, sofort aufgehoben werden.













