
Iran soll britisch-amerikanischen Stützpunkt angegriffen haben
n-tv
Türkisfarbenes Wasser, lang gezogene Sandstrände. Diego Garcia liegt mitten im Indischen Ozean. Und beherbergt eine Militärbasis, die zentral ist im Iran-Krieg. Lange ist unklar, ob die USA die Basis überhaupt nutzen können, nun fliegen Raketen in Richtung der Insel.
Türkisfarbenes Wasser, lang gezogene Sandstrände. Diego Garcia liegt mitten im Indischen Ozean. Und beherbergt eine Militärbasis, die zentral ist im Iran-Krieg. Lange ist unklar, ob die USA die Basis überhaupt nutzen können, nun fliegen Raketen in Richtung der Insel.
Der Iran soll einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf den Chagos-Inseln im Indischen Ozean angegriffen haben. Das berichten das "Wall Street Journal" und der Sender CNN unter Berufung auf ranghohe US-Beamte. Der Iran feuerte demnach zwei ballistische Raketen mittlerer Reichweite auf einen Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia. Keine der beiden habe getroffen. Die Attacke soll am Freitagmorgen Ortszeit stattgefunden haben. Eine offizielle Bestätigung seitens der britischen oder der US-Regierung gibt es bislang nicht.
Eine der Raketen sei ohne Fremdeinwirkung abgestürzt, schreibt die US-Zeitung "The Hill", eine zweite sei von einer schiffsgestützten SM-3-Rakete abgefangen worden. Der versuchte Angriff erfolgte, nachdem US-Präsident Donald Trump die "verspätete" Entscheidung Großbritanniens kritisiert hatte, dem US-Militär zu gestatten, seine Stützpunkte in der Region für Angriffe gegen den Iran zu nutzen. Laut CNN ist der Flughafen auf Diego Garcia zentral für die Bomberflotte der USA im Krieg gegen den Iran.
Angesichts der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hatte Trump schon vor Kriegsbeginn darauf gepocht, dass Großbritannien doch nicht wie geplant die Chagos-Inseln an Mauritius zurückgibt. Die USA könnten auf die Insel Diego Garcia angewiesen sein, um einen möglichen Angriff des iranischen Militärs abzuwehren, hatte Trump Mitte Februar auf seiner Plattform Truth Social mitgeteilt: "Gebt Diego Garcia nicht weg!"
Wenig später berichtete die "Times of London", der britische Premierminister Keir Starmer habe den USA versagt, den Stützpunkt für Luftschläge gegen den Iran zu nutzen. Demnach habe die Regierung befürchtet, sich an einem möglichen Bruch des Völkerrechts zu beteiligen. Demnach kann ein Staat, der einem zweiten Staat hilft, das Völkerrecht zu brechen, unter Umständen selbst zur Verantwortung gezogen werden.













