
Iran fordert Feuerpause für Verhandlungen mit USA
n-tv
US-Präsident Trump spricht von einer "beträchtlichen Chance" auf Gespräche mit dem Iran. Der iranische Außenminister weist dies jedoch scharf zurück - solange Israel weiter angreift.
Der Iran macht ein Ende der israelischen Angriffe zur Vorbedingung für mögliche Verhandlungen mit den USA. "Die Amerikaner haben wiederholt Botschaften geschickt, in denen sie ernsthaft zu Verhandlungen aufriefen", sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi im Staatsfernsehen. "Aber wir haben deutlich gemacht, dass es keinen Platz für Diplomatie und Dialog gibt, solange die Aggression nicht aufhört."
Araghtschi wird im Laufe des Tages zu Gesprächen mit Bundesaußenminister Johann Wadephul und seinen Kollegen aus Großbritannien und Frankreich in Genf erwartet. Nach Angaben aus europäischen Verhandlungskreisen soll es bei dem Treffen um eine Verhandlungslösung für das iranische Atomprogramm gehen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas wird ebenfalls daran teilnehmen.
Wadephul betonte vor dem Treffen, dass er mit Blick auf eine diplomatische Initiative den nächsten Schritt von Teheran erwartet. "Aber Iran ist jetzt am Zug und Israel kann sich darauf verlassen, dass die Bundesrepublik Deutschland die Sicherheit und die Existenz des israelischen Staates immer im Auge behalten wird, verteidigen wird", sagte der CDU-Politiker. Das sei Teil der deutschen Staatsräson.
