
Hamburg kritisiert Kürzungen bei Sprachkursen
n-tv
Sprach- und Integrationskurse sollen Geflüchtete auf das Leben in Deutschland vorbereiten. Nun werden sie nur noch für Menschen mit Bleibeperspektive bezahlt. Für den Senat ein falsches Signal.
Sprach- und Integrationskurse sollen Geflüchtete auf das Leben in Deutschland vorbereiten. Nun werden sie nur noch für Menschen mit Bleibeperspektive bezahlt. Für den Senat ein falsches Signal.
Hamburg (dpa/lno) - Aus Hamburg kommt massive Kritik an den Einsparungen des Bundes bei den Sprach- und Integrationskursen für Geflüchtete. Der Zulassungsstopp für Asylbewerber, Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, EU-Bürger und Menschen, die mit einer Duldung in Deutschland leben, sei "politisch, menschlich und wirtschaftlich nicht nachvollziehbar", sagte Bildungssenatorin Ksenija Bekeris.
Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard warnte vor den Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (alle SPD) sprach von einem "fatalen Signal für Länder und Kommunen".
Laut Bundesinnenministerium soll es Integrationskurse nur noch für Menschen mit "positiver Bleibeperspektive" geben. In den Kursen, die pro Teilnehmer mehrere Tausend Euro kosten, wird Migranten vor allem die deutsche Sprache beigebracht; es geht aber auch um die deutsche Geschichte und Kultur.
"Die bundesfinanzierte Deutsch-Sprachförderung sowohl von Integrationskursen als auch von Berufssprachkursen ist für die Integration in unsere Gesellschaft eine äußerst wichtige Voraussetzung", sagte Bekeris. Die Kurse gehörten zu den wichtigsten Instrumenten, um Zugewanderte sprachlich auf Ausbildung, Beruf und Studium vorzubereiten.













