
Gold- und Ölpreis steigen, Benzin wird teurer
Süddeutsche Zeitung
Die Märkte reagieren empfindlich auf die Eskalation im Nahen Osten. Ein Überblick.
Der Angriff der USA und Israels auf Iran und dessen Vergeltungsschläge wirken sich negativ auf den Aktienmarkt aus. Die Öl- und Gaspreise stiegen wegen des Krieges stark, der Dax büßte am Montagmorgen in den ersten Handelsminuten 2,3 Prozent ein und fiel auf 24 697 Punkte. Am Freitag war der deutsche Leitindex noch nahe an das Rekordhoch von Mitte Januar gestiegen. Auch der Euro-Zonen-Leitindex Euro Stoxx 50 fiel um 2,3 Prozent.
Die Ölpreise haben nach der Eskalation im Nahen Osten zunächst kräftig zugelegt und sind dann wieder etwas gesunken. In der Nacht zum Montag stiegen die Notierungen für Brent-Öl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA in den ersten Handelsminuten um jeweils mehr als zehn Prozent. Das Brent-Öl aus der Nordsee stieg kurzzeitig auf 82,37 US-Dollar pro Barrel (159 Liter), das war der höchste Preis seit Juli 2024. Das amerikanische Öl erreichte 75,33 Dollar pro Barrel – der höchste Stand seit Juni 2025.
Dann gingen die Preise wieder zurück. Zuletzt lag der Preis je Barrel der Nordseesorte Brent (zur Lieferung im April) nur noch um gut fünf US-Dollar oder etwa 7,5 Prozent höher bei 78,05 Dollar. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um mehr als vier Dollar auf 71,52 Dollar zu.
Der Rote Halbmond ist mit mehr als 100 000 Rettungskräften im ganzen Land im Einsatz. In Kuwait sind mehrere US-Kampfjets abgestürzt. An der US-Botschaft im Land soll ein Feuer ausgebrochen sein.
Am Wochenende hatten Israel und die USA Iran angegriffen und dabei unter anderem das Staatsoberhaupt und den Religionsführer des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, getötet. Iran reagierte mit Gegenangriffen und schränkte außerdem den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ein, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Etwa ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf. Jede Störung kann die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.













