
Getöteter Fabian aus Güstrow: Ermittler erheben Mordanklage
n-tv
Rund fünf Monate nach dem gewaltsamen Tod von Fabian aus Güstrow erheben die Ermittler Anklage: Gina H. soll den Achtjährigen am Tatmorgen aus seinem Haus gelockt und an einem Teich erstochen haben. Der Vorwurf lautet auf heimtückischen Mord – damit droht der Verdächtigen lebenslänglich.
Rund fünf Monate nach dem gewaltsamen Tod von Fabian aus Güstrow erheben die Ermittler Anklage: Gina H. soll den Achtjährigen am Tatmorgen aus seinem Haus gelockt und an einem Teich erstochen haben. Der Vorwurf lautet auf heimtückischen Mord – damit droht der Verdächtigen lebenslänglich.
Im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow hat die Staatsanwaltschaft Rostock Anklage wegen Mordes erhoben. Fünf Monate nach dem gewaltsamen Tod des Jungen wurden die Ermittlungen in dem Fall abgeschlossen und die Tatverdächtige Gina H. angeklagt. Der Vorwurf gegen die Beschuldigte, die seit Anfang November in Untersuchungshaft sitzt, lautet auf heimtückischen Mord sowie Mord aus niedrigen Beweggründen, wie die Ermittler in einer Pressemitteilung erklären. Damit droht H. lebenslange Haft.
Laut Staatsanwaltschaft und Polizei besteht hinreichender Tatverdacht, dass H. Fabian am 10. Oktober des vergangenen Jahres erstochen hat. Sie soll am Morgen des Tattages zum Haus von Fabian und seiner Familie gefahren sein und den Jungen unter einem Vorwand in ihr Auto gelockt haben. Dann soll sie mit ihm zu einem Feldstück in der Nähe von Klein Upahl gefahren und von dort zu einem "verdeckt liegenden Teich" gelaufen sein.
Mit "mindestens sechs Messerstichen" in den Oberkörper soll sie den Jungen getötet haben. Um die Spuren der Tat zu beseitigen, soll sie den Leichnam später mittels Brandbeschleuniger angezündet haben. Fabian war zum Tatzeitpunkt arg- und daher wehrlos, was von H. ausgenutzt worden sein soll. Dies begründet das Mordmerkmal Heimtücke.
Die Ermittler werteten rund 1000 Beweise aus und hörten 60 Zeugen, wie Harald Nowack von der Staatsanwaltschaft Rostock im Gespräch mit RTL/ntv berichtete. Vor allem die Zeugen spielten demnach eine wesentliche Rolle für die Anklageerhebung. Die Tatwaffe sei hingegen bisher nicht gefunden worden, sagte Nowack weiter. Die Staatsanwaltschaft gehe jedoch davon aus, dass H. die Tat allein plante und ausführte. Es gebe keine Hinweise darauf, dass weitere Personen beteiligt waren.













