
Frauen leiten im Job seltener und verdienen dabei weniger
n-tv
Wer in führender Position tätig ist, muss oft viel Einsatz zeigen. Neben privaten Verpflichtungen, etwa einer Familie, ist das nicht immer möglich. Häufig für Frauen. Was sich ändern muss.
Wer in führender Position tätig ist, muss oft viel Einsatz zeigen. Neben privaten Verpflichtungen, etwa einer Familie, ist das nicht immer möglich. Häufig für Frauen. Was sich ändern muss.
Bitterfeld-Wolfen (dpa/sa) - Frauen in Sachsen-Anhalt arbeiten seit Jahren deutlich seltener in einer Leitungsposition als Männer. 34 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in leitenden Tätigkeiten waren im vergangenen Jahr Frauen, teilte die Regionaldirektion der Arbeitsagentur mit. Zehn Jahre zuvor waren es demnach 36 Prozent.
Arbeitet eine Frau in leitender Position, verdiene sie hierzulande laut Arbeitsagentur im Vergleich zudem weniger. So bekamen Männer in Leitungsberufen 2024 rund 5.300 Euro im Monat, Frauen hingegen nur 4.800 Euro. Häufiger arbeiteten Frauen in Leitungspositionen in den großen Städten Sachsen-Anhalts, weil es dort mehr solcher Stellen gibt.
In den Bereichen Erziehung und Unterricht lag die Zahl der leitenden Frauen den Angaben nach deutlich über dem Gesamtwert in Sachsen-Anhalt. Hier waren 2025 knapp 64 Prozent der Beschäftigten in Leitungspositionen weiblich. Im Gesundheits- und Sozialwesen waren 63 Prozent Frauen. In öffentlichen Verwaltungen lag der Anteil bei 55 Prozent.
Am seltensten arbeiteten Frauen in Sachsen-Anhalt im Bereich Bergbau und Baugewerbe in leitender Position. Hier Lag der Anteil bei sechs und sieben Prozent.













