
Forstarbeit bei Dauerfrost: "Da wird einem warm"
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Bei Eiseskälte an die Motorsäge: Warum Brandenburgs Forstwirte den Winter lieben und das geschlagene Holz jetzt besonders wertvoll ist.
Bei Eiseskälte an die Motorsäge: Warum Brandenburgs Forstwirte den Winter lieben und das geschlagene Holz jetzt besonders wertvoll ist.
Potsdam (dpa/bb) - Derzeit ist Hochsaison im Wald - auch strenger Frost kann Waldarbeitern und Forstleuten wenig anhaben. "Die Holzernte ist in vollem Gang", sagte der Geschäftsführer des Waldbesitzerverbandes Brandenburg, Niklas Weber. Mit Motorsäge und anderer Ausrüstung fällen Forstwirte und Waldarbeiter Bäume. "Das ist schwere körperliche Arbeit. Da wird einem in der Regel sehr warm.".
Die Arbeiter im Wald setzen bei Minusgraden zwar auch auf das Zwiebelprinzip mit Kleidung in mehreren Schichten, Thermounterwäsche und langen Unterhosen. "Die Arbeit am Baumstamm macht aber warm", sagte auch die Leiterin der Abteilung Landeswaldbewirtschaftung beim Landesbetrieb Forst Brandenburg, Katja Kammer. "Die Mitarbeiter lieben die Winterzeit - da kann man richtig Holz machen. Beheizte Unterhosen brauchen wir hier nicht."
Winterholz gilt zudem als besonders hochwertig, da die Bäume weniger Feuchtigkeit und Nährstoffe enthalten als beim Sommerholz und sich dadurch weniger Risse bildeten, wie Weber vom Waldbesitzerverband mit rund 3.600 Mitgliedern erklärte. "Das Holz ist formstabiler, lässt sich auch besser lagern und verarbeiten".
Außerdem trägt aus Sicht der Experten Dauerfrost auch dazu bei, dass die Böden tragfähiger sind und weniger Schäden durch die Arbeit entstehen. Es sei vielfach besser, im Winter Holz zu schlagen, der strenge Forst mache da keine Sorgen, sagte Försterin Kammer. Und in den Pausen können sich Forstwirte im Landeswald dann doch in beheizbaren Schutzhütten aufhalten.













