
Feininger-Museum präsentiert zum 40. Geburtstag neue Werke
n-tv
Das Feininger-Museum im Harz hat Geburtstag. Seit vier Jahrzehnten begeistern die Ausstellungen Liebhaber moderner Kunst. Im Jubiläumsjahr können diese sich auf mehrere Schauen freuen.
Das Feininger-Museum im Harz hat Geburtstag. Seit vier Jahrzehnten begeistern die Ausstellungen Liebhaber moderner Kunst. Im Jubiläumsjahr können diese sich auf mehrere Schauen freuen.
Quedlinburg (dpa/sa) - Das Museum Lyonel Feininger in Quedlinburg im Harz präsentiert anlässlich seines 40. Geburtstages zwei neue Werke des Malers, Grafikers und Bauhaus-Schaffenden Lyonel Feininger (1871-1956). Es handele sich um das "Glasscherbenbild" von 1927 und um ein Spätwerk, das nach 1937 im Exil in den USA entstanden ist, sagte Museumsdirektorin Adina Rösch der Deutschen Presse-Agentur. Beide Exponate stammen demnach von privaten Leihgebern und werden für einen bislang unbestimmten Zeitraum in die neue Dauerausstellung integriert. "Mensch, Meister, Modernist. Feininger im Fokus" wird bis zum 11. Januar 2027 präsentiert, wie es hieß.
"Am 30. März wollen wir mit einem Festakt in das Jubiläumsjahr starten", sagte Rösch. "Dann eröffnen wir auch weitere Ausstellungen in unseren Räumen." Dabei legt das nach eigenen Angaben weltweit einzige Museum zu Ehren Feiningers den Fokus auf dessen Verbundenheit und Freundschaft zu dem Kunstsammler Hermann Klumpp (1902-1987). "Ohne ihn hätte es 1986 keine Museumsgründung gegeben", sagte Rösch.
Der in New York geborene Feininger verbrachte knapp 50 Jahre seines Lebens in Deutschland. Bis 1932 war er am Bauhaus tätig, fünf Jahre später verließ er Deutschland vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus und kehrte mit seiner Familie nach New York zurück. In der NS-Zeit galt seine Kunst als entartet. Dem Quedlinburger Klumpp übergaben die Feiningers ein großes Konvolut an Kunstwerken, die er vor der Vernichtung bewahrte. Am 17. Januar 1986 öffnete die Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg, um diese Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Teil des Ausstellungsjahres ist ab 31. März auch eine Schau über die 1924 in Weimar gegründete Ausstellungsgemeinschaft "Die Blaue Vier". "Ihr gehörten Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Paul Klee und Alexej von Jawlensky an", sagte Rösch. "Auch in dieser Exposition zeigen wir seltene Leihgaben."













