
Fast die Hälfte der Praxisärzte arbeitet in Teilzeit
n-tv
Die Zahl der Praxisärzte in Deutschland nimmt zu. Doch die Kapazitäten für die Behandlung von Patienten steigen damit nicht automatisch. Denn bei den Medizinern setzt sich ein bestimmter Trend fort.
Die Zahl der Praxisärzte in Deutschland nimmt zu. Doch die Kapazitäten für die Behandlung von Patienten steigen damit nicht automatisch. Denn bei den Medizinern setzt sich ein bestimmter Trend fort.
Die Zahl der Praxisärzte steigt, und im Schnitt sind sie mittlerweile sogar ein kleines bisschen jünger - doch die Behandlungskapazitäten für die Patienten bleiben oft angespannt und unterschiedlich je nach Region. Ende vergangenen Jahres waren 191.875 Ärzte und Psychotherapeuten mit Kassenzulassung in Deutschland tätig. Das waren 2324 mehr als Ende 2024, wie eine Auswertung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ergab.
Zugleich verstärkt sich aber ein Trend zu Teilzeit und flexiblerem Arbeiten. Im Schnitt aller Fachgruppen nahm der Teilzeitanteil weiter auf 40 Prozent zu. Voll arbeiten nun 98.447 Ärzte, das sind zwölf Prozent weniger als vor zehn Jahren. Reduzierte Stundenzahlen haben dagegen 45.795, und das sind deutliche 135 Prozent mehr als 2015. Unter den Psychotherapeuten dominiert der Teilzeitanteil schon länger und wächst weiter.
"Die zur Verfügung stehende Arztzeit bleibt begrenzt", sagte KBV-Chef Andreas Gassen. Viele junge Ärzte tendierten auch zu einer Anstellung statt zur eigenen Praxis. "Diese Entwicklung muss ernst genommen werden", mahnte Gassen. Denn ohne die Praxen laufe in der Gesundheitsversorgung so gut wie nichts. Die Politik müsse daher für attraktive Bedingungen sorgen.
Der Trend führt dazu, dass die Zahl der Mediziner stärker steigt als die Behandlungskapazität. Denn einen vollen Arztsitz zur Versorgung gesetzlich Versicherter können sich zum Beispiel auch zwei Ärzte teilen.













