
"Für die USA ist es ein Wettlauf gegen die Zeit"
n-tv
Die USA greifen gemeinsam mit Israel den Iran an. Nach außen wirkt das Vorgehen recht spontan und nicht in Gänze ausgereift. Sind Donald Trump und sein Militär jetzt schon überfordert? Politikwissenschaftler Peter Neumann erklärt seine Sicht auf die Lage.
Die USA greifen gemeinsam mit Israel den Iran an. Nach außen wirkt das Vorgehen recht spontan und nicht in Gänze ausgereift. Sind Donald Trump und sein Militär jetzt schon überfordert? Politikwissenschaftler Peter Neumann erklärt seine Sicht auf die Lage.
ntv.de: Herr Neumann, das Pentagon meldete heute Nachmittag drei gefallene US-Soldaten im Rahmen von Epic Fury. Der US-Präsident hatte schon zuvor nicht sehr viel Rückhalt für den Irak-Krieg in der Bevölkerung. Schlittert er jetzt in ein großes Problem?
Peter Neumann: Donald Trump hat seiner MAGA-Basis stets versprochen: Wenn ich im Ausland interveniere, gibt es keine amerikanischen Toten. Schon heute wurde klar: Dieses Versprechen kann er nicht halten. Wenn das häufiger passiert, wird der innenpolitische Druck auf ihn ganz erheblich zunehmen. Und die Befürchtungen seiner Anhänger könnten sich bewahrheiten, nämlich dass er viel tiefer in diesen Konflikt hineingezogen wird, als er das eigentlich wollte.
Aus iranischer Sicht scheinen die getroffenen US-Militärs kein Zufall zu sein. Schon früher meldete Teheran vier Raketentreffer auf einen US-Flugzeugträger, die Washington inzwischen dementiert, und am Morgen 27 Angriffe auf US-Stützpunkte. Das geht über symbolische Verteidigung gegen einen überlegenen Gegner weit hinaus, oder?
Peter Neumann: Der Iran kann den USA militärisch sicher nicht wirklich gefährlich werden. Dennoch kann er einige Karten spielen, darauf deutet die Ausweitung der Angriffe hin. Eine Karte ist zu versuchen, den Amerikanern militärisch erheblichen Schaden zuzufügen. Mit den drei getöteten und weiteren verletzten Soldaten ist ihnen bereits ein erster Schlag gelungen.













