
Europa findet im Iran-Krieg keine gemeinsame Linie
n-tv
Die einen verurteilen nur den Iran, die anderen auch die USA und Israel: Europas Staatschefs reagieren höchst unterschiedlich auf die Eskalation im Nahen Osten. Brüssel sieht nach der Tötung von Chamenei Hoffnung für Menschen im Iran. Aber: "Was als Nächstes kommt, ist ungewiss.".
Die einen verurteilen nur den Iran, die anderen auch die USA und Israel: Europas Staatschefs reagieren höchst unterschiedlich auf die Eskalation im Nahen Osten. Brüssel sieht nach der Tötung von Chamenei Hoffnung für Menschen im Iran. Aber: "Was als Nächstes kommt, ist ungewiss.".
Die europäischen Staaten reagieren uneinheitlich auf die Eskalation im Nahen Osten. Während viele Verständnis für die Militäraktionen der USA und Israels zeigen, verurteilen die Regierungschefs von Spanien und Norwegen nicht nur die iranischen Gegenschläge, sondern auch die Angriffe auf den Iran. Ein gemeinsamer Kurs Europas ist bislang nicht erkennbar.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte nach einem Gespräch mit Jordaniens König Abdullah II., mit Chameneis Tod gebe es neue Hoffnung für die Bevölkerung des Iran. "Gleichzeitig birgt dieser Moment ein echtes Risiko der Instabilität, das die Region in eine Spirale der Gewalt treiben könnte", schrieb sie auf X. Europa arbeite daher eng mit internationalen und regionalen Partnern zusammen, um Stabilität zu sichern und Zivilisten zu schützen.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sprach von einem "entscheidenden Moment" in der Geschichte des Landes. "Was als Nächstes kommt, ist ungewiss. Aber es gibt nun einen Weg zu einem anderen Iran, den seine Bevölkerung vielleicht mit mehr Freiheit gestalten kann", schrieb sie auf X. Zugleich kündigte sie Gespräche mit Partnern in der Region an, um Schritte zur Deeskalation auszuloten.
EU-Ratspräsident António Costa schrieb auf X: "Ich verurteile scharf die Angriffe des Iran auf mehrere Länder in der Region." Diese stellten eine gefährliche Eskalation der militärischen Lage im Nahen Osten dar. Den betroffenen Staaten sprach er seine "volle Solidarität" aus.













