
Erneut kein Ergebnis bei Tarifverhandlungen
n-tv
Stuttgart (dpa/lsw) - Die Tarifverhandlungen im Südwest-Einzelhandel sind erneut ergebnislos vertagt worden. Auch in der fünften Tarifrunde habe es keine Einigung gegeben, teilten der Handelsverband Baden-Württemberg und die Gewerkschaft Verdi am Freitag in Stuttgart mit. Man sei trotz schwieriger Lage für den Einzelhandel mit neuen Angeboten auf die Arbeitnehmer zugegangen, hieß es vom Arbeitgeberverband. "Wir bedauern sehr, dass unsere Bemühungen nicht zum Erfolg geführt haben. Es liegt in unserer aller Verantwortung, dass Handelsunternehmen auch in schwierigen Zeiten finanziell nicht überfordert werden", sagte Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands.
Die Arbeitgeber-Seite bot am Freitag mit einer Laufzeit von zwei Jahren eine Lohnerhöhung von insgesamt 10 Prozent sowie einen Inflationsausgleich von 500 Euro im ersten Jahr und 250 Euro im zweiten Jahr. Das lehnte Verdi ab. "Auch dieses neue verbesserte Angebot stellt für die Beschäftigten noch keine Sicherheit gegen Reallohnverluste dar", sagte Verhandlungsführer Wolfgang Krüger.
Verdi fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel eine Erhöhung der Löhne um 15 Prozent und monatlich 200 Euro höhere Ausbildungsvergütungen. Die Gewerkschaft hatte wiederholt unter anderem die Beschäftigten bei Kaufland, H&M, Ikea, Obi, Primark, Zara, oder Edeka zu Warnstreiks aufgerufen. Die Verhandlungen im Einzel- und Versandhandel laufen seit April. Verdi kündigte an, die Warnstreiks fortsetzen zu wollen. "Notfalls betrifft das auch das anstehende Weihnachtsgeschäft", teilte die Gewerkschaft mit.

Wenn die schwarz-rote Regierung das Ruder noch einmal herumreißen will, bleibt nach Ansicht von CSU-Chef Söder nur ein kleines Zeitfenster: Angesichts der Wahlen im Herbst müssen mutige Schritte noch vor der Sommerpause gelingen. Beim Spitzensteuersatz zeichnet sich dabei schon der erste größere Dissens ab.












