
"Die Mullahs denken noch immer, sie seien die Auserwählten"
n-tv
Der Iran ächzt unter Luftschlägen, doch wehrt er sich in der ganzen Region. Könnten die Mullahs nach dem Krieg vom Volk entmachtet werden? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Der Iran ächzt unter Luftschlägen, doch wehrt er sich in der ganzen Region. Könnten die Mullahs nach dem Krieg vom Volk entmachtet werden? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Wie gefährlich ist der Irankrieg für die gesamte Region?
Für den Iran ist es strategisch sinnvoll, weitere Staaten im Mittleren Osten in den Krieg mit einzubeziehen. Denn Angriffe auf Länder wie Bahrain, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate erhöhen die Kosten für alle in dieser Phase des Krieges. Nicht nur US-Stützpunkte in den Golfstaaten werden angegriffen, auch mindestens ein Hotel wurde getroffen, dazu Schiffe vor der Küste Omans, die amerikanische Botschaft in Katar. Wegen der Gefahren im Luftraum sind Flughäfen geschlossen. Nicht nur deutsche Touristen sitzen in der Region fest, sondern auch der Handel, den diese Länder über Flugverkehr betreiben, kommt zum Erliegen.
"Das kann innerhalb von zwei Wochen sehr teuer werden und bedroht ihr gesamtes Geschäftsmodell", sagt der Terrorismusexperte Peter Neumann vom Londoner King's College zu ntv.de. Da die Golfstaaten jedoch durch die Bank gute Verbindungen zu US-Präsident Donald Trump pflegen, könnten sie sich ans Weiße Haus wenden mit der Bitte, die Attacke gegen das Mullah-Regime zu beenden. Das könnte das Kalkül Teherans hinter den Angriffen sein.
Der Iran ist militärisch nicht stark genug, um einen Mehrfrontenkrieg gegen die USA, Israel und mehrere Golfstaaten zu führen. Doch mit gezielten Nadelstichen lässt sich aus ökonomischer Sicht bereits viel Schaden anrichten. Es ist daher anzunehmen, dass der Iran diese Strategie fortsetzen wird.













