
Die Bereicherungsnetzwerke der AfD
n-tv
Die AfD-Skandale in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen setzen die Partei vor den Landtagswahlen zusätzlich unter Druck. Björn Höcke warnt sogar vor einem Scheitern.
Die AfD-Skandale in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen setzen die Partei vor den Landtagswahlen zusätzlich unter Druck. Björn Höcke warnt sogar vor einem Scheitern.
Am Sonntagabend reichte es Björn Höcke offenkundig. "Wir können nur an uns selbst scheitern", schrieb der thüringische AfD-Vorsitzende auf X. "Aber dieses Scheitern gerät in den Bereich des Möglichen."
Mit diesen Sätzen teilte er einen Text, den sein Freund Götz Kubitschek ins Netz gestellt hatte. Darin empört sich der rechtsextreme Verleger, der sich schon immer als Vordenker der AfD ansah, über die beiden neuesten Affären der Partei im Superwahljahr 2026.
So wurde vorige Woche zum einen bekannt, dass Landtags- und Bundestagsabgeordnete der AfD in Kubitscheks Wahlheimat Sachsen-Anhalt gegenseitig Verwandte als Mitarbeiter angestellt haben. Eine besonders gut dotierte Stelle sicherte sich offenbar ausgerechnet der Vater von Ulrich Siegmund, dem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im September.
Zum anderen wurden schwere Vorwürfe in der niedersächsischen AfD erhoben. So soll die Landesspitze eine "Parallelorganisation" unter dem Namen "Allianz" gegründet haben, mit dem Ziel, sich "dauerhaft persönlich" zu bereichern. Das jedenfalls behauptete die AfD-Europaabgeordnete Anja Arndt in einem Schreiben an den Bundesvorstand. "Die Alternative für Deutschland in Niedersachsen versinkt in einem korrupten System", heißt es in dem Papier, das RTL/ntv und dem "Stern" vorliegt.













