
Deutschland will Ukraine fünf Patriot-Raketen geben - und kassiert Häme
n-tv
Immer wieder meldet die Ukraine dramatische Engpässe bei Flugabwehrraketen, insbesondere für die Bekämpfung von ballistischen Raketen. Eine neue Hilfsankündigung aus Deutschland sorgt für Spott - und verdeutlicht wohl, dass der Westen in diesem Bereich weiter ein großes Problem hat.
Immer wieder meldet die Ukraine dramatische Engpässe bei Flugabwehrraketen, insbesondere für die Bekämpfung von ballistischen Raketen. Eine neue Hilfsankündigung aus Deutschland sorgt für Spott - und verdeutlicht wohl, dass der Westen in diesem Bereich weiter ein großes Problem hat.
Das Angebot von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, der Ukraine fünf PAC-3-Raketen für Patriot-Systeme zur Verfügung zu stellen, sofern andere Partner 30 Stück liefern, hat für viele hämische Kommentare in sozialen Netzwerken gesorgt. Während sich ukrainische Politiker dankbar zeigten, hieß es von außenstehenden Kommentatoren, die Unterstützung sei "ein Witz" oder "lächerlich". Allerdings ist Deutschland im Bereich Flugabwehr insgesamt einer der größten Unterstützer Kiews.
PAC-3-MSE-Raketen sind am besten geeignet, um russische ballistische Raketen zu eliminieren. Es gibt nur wenige andere Möglichkeiten. Doch die PAC-3 sind begehrt und westliche Staaten geben sie mit Verweis auf die eigene Sicherheit nur ungern ab. Deutschland hat die Ukraine mehrfach mit PAC-3-Raketen ausgestattet - und ist nebenbei auch das Land, das die meisten Patriot-Flugabwehrsysteme bereitstellte: fünf Stück plus einige zusätzliche Startgeräte.
Genaue Zahlen zu den PAC-3-Beständen nennt das Bundesverteidigungsministerium mit Verweis auf die militärische Geheimhaltung generell nicht. Auch wie es bei anderen Verbündeten aussieht, lässt sich nur mutmaßen. Dass einige auf ihren Beständen "hocken" würden, sind Spekulationen.
Die Ukraine benötigt aufgrund der massiven russischen Luftangriffe mit teilweise 30 oder 40 ballistischen Raketen in einer Nacht permanenten Nachschub. Es kommt regelmäßig zu massiven Engpässen, bei denen die ukrainische Regierung ihre Partner um Lieferungen bittet. Zuletzt sollen einige Patriot-Einheiten zeitweise überhaupt keine PAC-3 mehr besessen haben.













