
Deutschland macht "Rückschritte bei Verkehrssicherheit"
n-tv
Die deutschen Straßen sind von einer "Vision Zero" mit null Verkehrstoten noch weit entfernt. Wie das Statistische Bundesamt zeigt, entwickeln sich die Zahlen aktuell sogar in die falsche Richtung. Regional gibt es dabei große Unterschiede.
Die deutschen Straßen sind von einer "Vision Zero" mit null Verkehrstoten noch weit entfernt. Wie das Statistische Bundesamt zeigt, entwickeln sich die Zahlen aktuell sogar in die falsche Richtung. Regional gibt es dabei große Unterschiede.
Auf Deutschlands Straßen sind 2025 erneut mehr Menschen ums Leben gekommen als im Vorjahr. Insgesamt starben 2814 Personen bei Verkehrsunfällen und damit 44 oder zwei Prozent mehr als 2024, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Zahl der Verletzten blieb mit rund 366.000 zwar stabil, die der Schwerverletzten ging jedoch zurück.
"Deutschland tritt bei der Verkehrssicherheit auf der Stelle und macht aktuell sogar Rückschritte", erklärte der TÜV-Verband. "Nach vielen Jahren mit langsam sinkenden Opferzahlen ist die Zahl der Verkehrstoten und Verletzten nun wieder gestiegen."
Tendenziell sinkt die Zahl der Toten auf Deutschlands Straßen seit Jahrzehnten. Besonders in den Corona-Jahren 2020 und 2021 setzte sich dies verstärkt fort. Seitdem ist die Zahl der Verkehrstoten in drei von vier Jahren allerdings wieder angestiegen. Mit dem Verkehrssicherheitsprogramm 2021 - 2030 habe sich Deutschland vorgenommen, die Zahl der Todesopfer bis 2030 um 40 Prozent zu senken, erläuterte der TÜV. Das entspräche rund 1540 Getöteten pro Jahr.
"Die Vision Zero, also eine Mobilität mit null Verkehrstoten, ist keine Utopie, sondern eine Frage konsequenter Umsetzung", sagte TÜV-Expertin Fani Zaneta. Die bisherigen politischen Maßnahmen reichten nicht aus. "Wir müssen an den Stellschrauben drehen, die nachweislich Leben retten."













