
Deutschland jetzt viertgrößter Waffenexporteur
RTL
Der Ukraine-Krieg ist der größte Treiber globaler Waffenexporte. Um Russland abzuschrecken, rüsten auch die Europäer massiv auf. Davon profitiert die deutsche Rüstungsbranche. Sie rangiert jetzt weltweit auf Platz vier, bilanziert das schwedische Institut Sipri.
Der Ukraine-Krieg ist der größte Treiber globaler Waffenexporte. Um Russland abzuschrecken, rüsten auch die Europäer massiv auf. Davon profitiert die deutsche Rüstungsbranche. Sie rangiert jetzt weltweit auf Platz vier, bilanziert das schwedische Institut Sipri. Europa rüstet auf wie lange nicht. Davon profitiert die deutsche Rüstungsindustrie: Laut einem neuen Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri ist Deutschland inzwischen viertgrößter Waffenexporteur der Welt - und hat China überholt. Fast ein Viertel der deutschen Exporte flossen im Zeitraum zwischen 2021 und 2025 in die Unterstützung der Ukraine. Weitere 17 Prozent wurden dem Bericht zufolge in andere europäische Länder exportiert. „Auch die Lieferungen in andere traditionelle Exportziele wie Ägypten und Israel sind gestiegen“, sagte die Sipri-Expertin Katarina Djokic. Die globalen Waffenlieferungen stiegen laut den Friedensforschern im Vergleich der vergangenen beiden Fünfjahreszeiträume um 9,2 Prozent. Die Sipri-Daten beziehen sich auf das Volumen von Rüstungslieferungen, nicht auf deren finanziellen Wert. Da dieses Volumen von Jahr zu Jahr je nach Auftragslage stark schwanken kann und es den Friedensforschern in ihren Berichten um langfristige Trends geht, vergleichen sie Fünfjahreszeiträume statt Einzeljahre, diesmal also die Jahre 2021 bis 2025 mit 2016 bis 2020. Die europäischen Staaten verdreifachten ihre Waffenimporte in dieser Zeit. Größter Treiber dieser Entwicklung ist weiterhin der Krieg in der Ukraine. Die russische Bedrohung veranlasst die Länder Europas aber auch, ihre eigene Rüstungsfähigkeit zu stärken. „Russland ist eigenhändig für den starken Anstieg der europäischen Rüstungsimporte verantwortlich“, sagte Djokic. Auch die Unsicherheit darüber, inwiefern die USA ihre Nato-Partner im Ernstfall verteidigen würden, hat die Nachfrage nach Waffen unter den europäischen Nato-Staaten den Sipri-Forschern zufolge in die Höhe getrieben. Gleichzeitig kauft Europa aber weiter vor allem in den USA ein: „Zum ersten Mal in zwei Jahrzehnten ging der größte Anteil der US-Waffenexporte nach Europa und nicht in den Nahen und Mittleren Osten“, heißt es im Bericht. Der Anteil betrug 38 Prozent. „Obwohl europäische Unternehmen ihre Waffenproduktion hochgefahren und die neuen Investitionshilfen der EU für die Rüstungsindustrie der Mitgliedstaaten zu einer Reihe von Aufträgen innerhalb der EU geführt haben, importierten die europäischen Staaten auch im Zeitraum 2021 bis 2025 weiter US-Waffen“, sagte Sipri-Forscherin Djokic. Das gelte besonders für Kampfflugzeuge und Luftabwehrsysteme mit großer Reichweite. Diese würden in Europa weiterhin als besonders fähig wahrgenommen.

Der Iran greift weiter Ziele in den Staaten rund um den Persischen Golf an. Erneut scheint es eine Attacke auf Dubais wichtigen Flughafen gegeben zu haben. Der Flugbetrieb wird vorerst ausgesetzt. Am Vormittag (10 Uhr Ortszeit/ 7 Uhr MEZ) sollten wieder erste Flieger starten und landen, wie die Fluglinie Emirates mitteilte.












