
Ölkonzerne können ihre teuren Diesel- und Benzinpreise nicht erklären: Dreiste Preistreiberei?
RTL
Die Spritpreise sorgen für neuen politischen Zoff. Vertreter von BP und Shell mussten sich den Fragen einer Taskforce der Bundesregierung stellen – doch zufrieden ist die Koalition danach nicht. Jetzt steht erneut der Vorwurf im Raum: Verdienen die Konzerne seit Beginn des Iran-Kriegs zu viel an Benzin und Diesel?
Die Spritpreise sorgen für neuen politischen Zoff.Vertreter von BP und Shell mussten sich den Fragen einer Taskforce der Bundesregierung stellen – doch zufrieden ist die Koalition danach nicht. Jetzt steht erneut der Vorwurf im Raum: Verdienen die Konzerne seit Beginn des Iran-Kriegs zu viel an Benzin und Diesel? Die Bundesregierung geht den stark gestiegenen Spritpreisen nach – und zeigt sich nach einem Treffen mit Vertretern der Branche alles andere als zufrieden. In einer Sitzung einer Taskforce der Koalition mussten sich unter anderem die Deutschland-Chefs der Mineralölkonzerne BP und Shell den Fragen von Politikern stellen. Doch die Antworten konnten viele Abgeordnete offenbar nicht überzeugen. SPD-Fraktionsvize Armand Zorn erklärte nach dem Treffen, die Unternehmen hätten nicht plausibel darlegen können, wie ihre Preisgestaltung zustande kommt. Besonders unklar bleibe, warum sich die Preise in Deutschland teilweise deutlich von denen in anderen europäischen Ländern unterscheiden. Auch aus der Union kam deutliche Kritik. Unions-Fraktionsvize Sepp Müller sprach offen von einer „Preistreiberei der Mineralölkonzerne“.SPD-Verkehrspolitikerin Isabel Cademartori kritisierte zudem ein Muster, das viele Autofahrer nur zu gut kennen: Steigt der Rohölpreis, steigen die Preise an der Tankstelle meist sofort mit. Fallen die Preise am Markt, komme diese Entlastung jedoch oft deutlich später bei den Verbrauchern an.Außerdem blieb laut Cademartori offen, ob die großen Konzerne für das Jahr 2026 mit Rekordgewinnen rechnen. Angesichts der finanziellen Belastungen vieler Haushalte nannte sie dieses Auftreten „dreist“. Die Branche selbst weist die Kritik entschieden zurück. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie, erklärte, die Margen der Unternehmen hätten sich seit Beginn des Iran-Kriegs nicht verändert.

Der Iran greift weiter Ziele in den Staaten rund um den Persischen Golf an. Erneut scheint es eine Attacke auf Dubais wichtigen Flughafen gegeben zu haben. Der Flugbetrieb wird vorerst ausgesetzt. Am Vormittag (10 Uhr Ortszeit/ 7 Uhr MEZ) sollten wieder erste Flieger starten und landen, wie die Fluglinie Emirates mitteilte.












