
Fast jedem Zweiten bringt ein Termin beim Jobcenter nichts
RTL
Laut einer Bertelsmann-Studie sind Langzeitarbeitslose mit den Jobcentern zufrieden, aber haben trotzdem keine besseren Arbeitsmarkt-Chancen.
Sie vergeben gute Noten für die Arbeit der Mitarbeiter im Jobcenter. Auf dem Arbeitsmarkt sehen Langzeitarbeitslose laut einer Umfrage aber keine besseren Chancen für sich bei der Jobvermittlung. Fast jedem zweiten Langzeitarbeitslosen bringt ein Gang zum Jobcenter nichts. Das ist das Ergebnis einer Befragung von Arbeitslosen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Zwar geben laut der in Gütersloh vorgestellten Studie viele der Langzeitarbeitslosen den für sie zuständigen Mitarbeitern gute Noten: Mehr als zwei Drittel der Befragten sind mit der Arbeit ihres Jobcenters zufrieden, knapp drei Viertel halten die Mitarbeiter für kompetent. Doch am Ende sagen 47 Prozent, dass ihnen Termine im Jobcenter nichts bringen und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt nicht verbessert wurden. „Beratung und Vermittlung sind Kernaufgabe der Jobcenter. Vermittlungshemmnisse müssen abgebaut werden. Doch gerade bei Personen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt kommen diese Aufgaben häufig zu kurz”, sagt Tobias Ortmann, Arbeitsmarktexperte der Bertelsmann Stiftung. Laut der Studie haben 46 Prozent der Bürgergeldempfänger mehrere Vermittlungshemmnisse, wie etwa Krankheiten oder fehlende Qualifikationen. Die Studienautoren fordern deshalb, das bisherige Konzept zu ändern. Hier spricht sich die Bertelsmann Stiftung für mehr Coaching, Qualifikation und konkrete Stellenangebote aus. Das führe zu einem deutlich positiveren Urteil bei der Bewertung der Jobcenter. Allerdings sei die Zufriedenheit allein kein Gradmesser. Bei den Langzeitarbeitslosen ohne Vermittlungshemmnissen müsse stärker eine eigenständige Jobaufnahme gefordert werden. Zwar leide darunter die Zufriedenheit bei der Betreuung. Dennoch müsse, so die Autoren, die Vermittlung in Arbeit bei dieser Gruppe intensiviert werden. Die dann frei werdenden Kapazitäten der Jobcenter-Mitarbeiter könnten dann in die Betreuung der Arbeitslosen mit Vermittlungshemmnissen gesteckt werden, argumentieren die Autoren.

Der Iran greift weiter Ziele in den Staaten rund um den Persischen Golf an. Erneut scheint es eine Attacke auf Dubais wichtigen Flughafen gegeben zu haben. Der Flugbetrieb wird vorerst ausgesetzt. Am Vormittag (10 Uhr Ortszeit/ 7 Uhr MEZ) sollten wieder erste Flieger starten und landen, wie die Fluglinie Emirates mitteilte.












