
Der neue SUV-Smart
Süddeutsche Zeitung
Der Smart Fortwo war ein schlankes Auto für Individualisten und Querparker. Der bullige #5 ist das Gegenteil – mit einem riesigen Akku und kurzen Ladezeiten. Bei Wind und Kälte fühlt man sich in dem China-SUV aber nicht besonders wohl.
Man muss verrückt sein, um in Städten wie Rom, Mailand oder Madrid freiwillig Auto zu fahren: Schritttempo, ein Labyrinth von Einbahnstraßen und viel zu wenige Parkplätze. Obwohl: Wer ohnehin nach einer Lücke sucht, kann die Straße auch gleich zum Laufsteg machen. Mit einer poppigen Kurzware in Orange-Schwarz mit dunklen Kontrastnähten und Akzentringen etwa. Der Smart Fortwo war nicht nur ein grelles Fashion-Statement, sondern passte auch in jede Nische. Ein Auto für Querparker, Nonkonformisten und Kofferraum-Asketen. Mehr als zwei Passagiere plus Wasserkiste passten nicht in die rollende Litfaßsäule. Sie war weder bequem noch billig, dafür bunt, wendig und später sogar emissionsfrei. Geholfen hat es alles nichts: Die Produktion der wetterfesten Vespa-Alternative wurde nach einem Vierteljahrhundert eingestellt.













