
Demente Menschen sind Herzensangelegenheit Königin Silvias
n-tv
Königin Silvia von Schweden setzt sich seit Jahrzehnten für Menschen mit Demenz ein. Ihr Engagement führte sie nun nach Flensburg.
Königin Silvia von Schweden setzt sich seit Jahrzehnten für Menschen mit Demenz ein. Ihr Engagement führte sie nun nach Flensburg.
Flensburg (dpa/lno) - Königin Silvia von Schweden hat bei einem Besuch in Flensburg für einen bewussteren Umgang für Menschen mit Demenz geworben. Es sei ihr eine Herzensangelegenheit, Menschen mit Demenz verstärkt ins Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken, sagte sie im Malteser-Krankenhauses St. Franziskus. Hier besuchte sie die Station Silvia - eine Spezialstation für Menschen mit Demenz, die gleichzeitig wegen einer anderen akuten Erkrankung einer Behandlung im Krankenhaus bedürfen. "Endlich, endlich bin ich in Flensburg", sagte die Königin. Sie freue sich sehr, die nach ihr benannte Station kennenlernen zu dürfen.
Das Engagement der Königin ist auf ein persönliches Schicksal zurückzuführen. Ihre Mutter sei an Demenz erkrankt gewesen, sagte die Monarchin. "Damals sprach man noch nicht von Demenz. Man war nur alt und vergesslich." Es habe gedauert, bis man merkte, dass es seine Krankheit sei. Das habe sie dazu gebracht, das Thema aufzugreifen. Es sei sehr notwendig, "dass wir alle, Sie auch, mehr über Demenz wissen, damit wir den Patienten, der Person, die Demenz hat, auch behilflich sein können". Manche verließen im Morgenrock das Heim "und keiner greift ein". Es sei sehr, sehr wichtig, zu sehen, dass der Mensch Hilfe brauche.
1996 wurde auf ihre Initiative die Stiftung "Silviahemmet" gegründet. Die Versorgung von Menschen mit Demenz bei höchstmöglicher Lebensqualität steht demnach im Vordergrund der Stiftung.
Die Station Silvia in Flensburg wurde 2015 eröffnet. Dem vorausgegangen waren viele Gespräche zwischen den Maltesern und der Stiftung "Silviahemmet", wie die Königin sagte.













