
Claudia Wittig und Thomas Schulze führen BSW-Wahlkampf an
n-tv
Laut Umfragen schafft es das BSW in Sachsen-Anhalt knapp über die Fünf-Prozent-Hürde. Die Partei will gezielt Menschen ansprechen. Sie sollen sich in den Spitzenkandidaten wiederfinden.
Laut Umfragen schafft es das BSW in Sachsen-Anhalt knapp über die Fünf-Prozent-Hürde. Die Partei will gezielt Menschen ansprechen. Sie sollen sich in den Spitzenkandidaten wiederfinden.
Halle (dpa/sa) - Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) will mit den Spitzenkandidaten Claudia Wittig und Thomas Schulze bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt antreten. "Zusammen bilden wir sehr gut die unterschiedlichen Gruppen ab, die wir ansprechen möchten: das jüngere, urbane Akademiker-Milieu und Menschen, die neu in der Politik sind, aus dem ländlichen Raum stammen, keinen akademischen Hintergrund haben, aber die tägliche Arbeit im Land leisten", sagte Wittig. Der BSW-Landesverband war erst im September 2024 gegründet worden und hat eigene Angaben nach derzeit rund 500 Mitglieder.
In Sachsen-Anhalt soll am 6. September ein neuer Landtag gewählt werden. Laut Umfragen schafft es das BSW knapp über die Fünf-Prozent-Hürde. Sven Schulze ist Spitzenkandidat der CDU. Er hatte sich Ende Januar zum Ministerpräsidenten wählen lassen, nachdem Amtsinhaber Reiner Haseloff (CDU) zurückgetreten war.
Die AfD wird im Wahlkampf von Ulrich Siegmund angeführt. In zwei Umfragen aus dem September und dem Oktober kam sie heran bis an die 40-Prozent-Marke und wurde damit als deutlich stärkste Kraft vor der CDU ausgewiesen.
"Wir sind hier ein gespaltenes politisches Land", beschrieb Thomas Schulze die aktuelle politische Lage. Seine Partei trete an, um ihre eigenen politischen Ziele zu verwirklichen. "Wir werden uns nicht anderen Parteien anschließen, um Mehrheiten zu beschaffen", stellte der Landesparteivorsitzende klar. Eine Koalition mit der AfD schloss er aus. Seine Partei wolle dafür sorgen, dass wieder mehr Gerechtigkeit herrsche, sagte Schulze und verwies auf herrschende Kinderarmut, gefährdete Arbeitsplätze in der Chemie-Branche und die Schließung von Krankenhäusern im Land.













